Datum13.01.2026 11:13
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Bundesregierung fordert einheitliche Umweltstandards für EU-Landwirte, um Verluste für deutsche Betriebe zu vermeiden. Bundesumweltminister Carsten Schneider betont die Notwendigkeit von Mindest-Umweltstandards und einem Mindestanteil des Agrarbudgets für Umweltmaßnahmen in der zukünftigen EU-Agrarfinanzierung. Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission für 2028-2034 gefährden laut Schneider die Unterstützung für kleinere Betriebe, da ein gemeinsamer Fördertopf ohne verbindliche Umweltstandards geschaffen werden soll. Die Bundesregierung warnt vor einem Unterbietungswettbewerb bei den Standards.
InhaltDie Bundesregierung sieht ohne einheitliche Umweltregeln die Gefahr von Verlusten für deutsche Landwirte. Bei der geplanten EU-Agrarförderung fehlen diese bisher. Die Bundesregierung will europaweit gleiche Standards bei Umweltvorgaben für Landwirte in der künftigen EU-Agrarfinanzierung. Ein Unterbietungswettbewerb bei den Standards würde langfristig allen schaden, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider. Es müsse weiter EU-weite Mindest-Umweltstandards und einen Mindestanteil am Agrarbudget für Umweltmaßnahmen geben, sagte der SPD-Politiker. Durch die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission für die Finanzierung nach 2027 würden größere Betriebe im Norden und Osten Deutschlands deutlich Mittel verlieren, sagte Schneider. Hier müsse man mehr Rücksicht auf gewachsene Betriebsstrukturen nehmen. Hintergrund ist, dass im Entwurf der EU-Kommission für die EU-Agrarförderung von 2028 bis 2034 die Zusammenlegung bisheriger Fonds in einem großen gemeinsamen Fördertopf für verschiedene Politikbereiche vorgeschlagen wird. Dem Bundesumweltministerium zufolge würde damit weder ein Mindestanteil für Umweltmaßnahmen in der Agrarpolitik noch europaweit verbindliche Umweltstandards vorgeschlagen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.