Datum13.01.2026 11:06
Quellewww.zeit.de
TLDRWinterwetter und eine Infektionswelle haben in Sachsen sowie in Berlin und Brandenburg zu einem drastischen Rückgang der Blutspenden geführt. Kerstin Schweiger vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost warnte, dass die Versorgungslage kritisch sei, speziell bei Blutplättchen, die nur vier Tage haltbar sind. Sie forderte gesunde Menschen auf, Blut zu spenden, besonders Erstspender. Schneeverhältnisse und hohe Krankheitszahlen hatten zu Absagen und weniger Teilnehmenden an den Blutspendeterminen geführt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Blutspenden“. Lesen Sie jetzt „Winterwetter und Infekte lassen Blutspenden einbrechen“. Das Winterwetter und die Infektionswelle haben zu einem erheblichen Einbruch bei den Blutspenden in Sachsen sowie in Berlin und Brandenburg geführt. "Die Situation spitzt sich zu, die Versorgungslage ist auf sehr niedrigem Niveau", sagte Kerstin Schweiger vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost auf Anfrage. Besonders die Konserven aus Blutplättchen sind demnach nur etwa vier Tage haltbar und müssten durchgehend aufgefüllt werden. Sie appellierte an alle gesunde Menschen, jetzt Blut zu spenden. "Nun ist ein perfekter Zeitpunkt für Erstspender, sich an der lebensrettenden und solidarischen Aktion zu beteiligen", betonte Schweiger. Die winterlichen Verhältnisse mit Schnee und Glätte hätten vielerorts zu Absagen der Blutspendetermine gesorgt. "Und dort, wo sie stattfanden, kamen wegen der glatten Wege deutlich weniger Menschen", erläuterte Schweiger. Zudem sorgt die hohe Infektionswelle für weniger Spenden. Menschen, die krank sind, dürfen nicht Blut spenden. Und wer Antibiotika genommen hat, muss ohnehin vier Wochen aussetzen. © dpa-infocom, dpa:260113-930-537192/1