Eisplanken drohen auf A7 zu fallen – Elbtunnel Richtung Norden gesperrt

Datum13.01.2026 10:17

Quellewww.spiegel.de

TLDRAm Elbtunnel in Hamburg ist die A7 Richtung Norden wegen Eisplanken gesperrt, die drohen, auf die Fahrbahn zu fallen. Die Feuerwehr beseitigt die Gefahr, während Autofahrer umgeleitet werden. In Ostdeutschland herrschen weiterhin Glättebedingungen, die zu Unfällen und Einschränkungen im Verkehr führen, insbesondere in Berlin und Brandenburg. Der Flughafen Wien hat aufgrund von Eis den Betrieb vorübergehend eingestellt, und Flüge wurden umgeleitet. Die Wetterlage soll sich im Laufe des Vormittags beruhigen.

InhaltAm Elbtunnel in Hamburg sorgt Eis für Einschränkungen. Und während sich andernorts die Lage entspannt, müssen Menschen in Teilen Ostdeutschlands mit glatten Straßen rechnen. Autofahrer auf der A7 müssen wegen des Winterwetters am Elbtunnel mit Einschränkungen rechnen. In Richtung Norden ist der Elbtunnel aktuell voll gesperrt, wie die Niederlassung Nord der Autobahn GmbH des Bundes mitteilte. Die Polizei leitet den Verkehr demnach ab Waltershof ab. Die Feuerwehr beseitigt dort den Angaben zufolge Eisplanken, die sich auf den Lamellen über dem südlichen Tunnelportal gebildet haben und auf die Fahrbahn herabzufallen drohen. Wie lange die Arbeiten dauern, ist demnach noch nicht abzusehen. Nachdem sich die Wetterlage im Westen des Landes wieder beruhigt hat, ist vor allem in Teilen Ostdeutschlands noch Vorsicht wegen Glatteis geboten. Besonders im äußersten Osten und Nordosten besteht markante Glatteisgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Allerdings soll sich auch hier die Lage gegen Vormittag entspannen. Zuvor war im Laufe der Nacht vielfach Regen in gefrierenden Regen übergegangen. Am Abend kam es vor allem im Nordosten Bayerns zu zahlreichen Glätte-Unfällen mit Verletzten. Glatteis auf den Straßen hat auch in Berlin und Brandenburg zu Einschränkungen und Unfällen geführt. In Brandenburg lag die Unfallzahl bis zum Morgen im unteren zweistelligen Bereich, wie der Lagedienst der Polizei mitteilte. Darunter waren zunächst vor allem Blechschäden. In Berlin waren die Unfallzahlen am Morgen nur "minimal erhöht", wie ein Polizeisprecher sagte. Insgesamt seien die Zahlen in der Hauptstadt auf einem niedrigen Niveau. Der Berufsverkehr kam in einzelnen Bereichen Brandenburgs am Morgen zunehmend zum Erliegen. Einige Steigungen und Brücken waren laut Polizei wegen der Glätte nicht mehr befahrbar. Betroffen waren demnach vor allem Nebenstrecken, die vom Winterdienst noch nicht gestreut wurden. Das hatte auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr: In mehreren Landkreisen in Brandenburg wurde der Linienverkehr mit Bussen komplett eingestellt, wie auf Websites der Verkehrsbetriebe zu lesen war. Auf den glatten Straßen in Berlin ging es demnach am Morgen vielerorts nur langsam voran, was auch die Berliner Busse betraf. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit. Vereinzelt mussten laut BVG Streckenabschnitte wegen Glatteis gesperrt werden. Auf dem Flughafen Wien ist der Betrieb witterungsbedingt vorläufig eingestellt worden. "Wir gehen davon aus, dass die Situation jedenfalls noch bis etwa 11 Uhr so anhalten wird", teilte ein Sprecher der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Ankommende Flüge wurden zu anderen Airports – etwa München, Frankfurt, Köln, Venedig – umgeleitet. Abflüge waren demnach verzögert. Auf dem Vorfeld, den Rollwegen und den Pisten hat sich laut Flughafen eine dicke Eisschicht gebildet, die unmittelbar nach der Enteisung sofort neu gefriert. Es werde intensiv daran gearbeitet, den Flugbetrieb so rasch wie möglich wieder zu ermöglichen, sagte der Sprecher.