Jahresbilanz: Wieder mehr Organspender im Nordwesten - Hunderte warten

Datum13.01.2026 09:00

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Jahr 2025 stieg die Zahl der Organspender im Nordwesten Deutschlands: Niedersachsen verzeichnete 80 Spender (vorher 72), Bremen 12 (von 8). Insgesamt gab es 985 Organspender deutschlandweit, der höchste Stand seit 2012. Trotz dieser Steigerung reichen die Organspenden nicht aus, um die wartenden Patienten (8.207 bundesweit) zu versorgen. Die DSO plädiert für eine Widerspruchslösung, damit alle Bürger automatisch als Spender gelten, sofern sie nicht widersprechen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Jahresbilanz“. Lesen Sie jetzt „Wieder mehr Organspender im Nordwesten - Hunderte warten“. Im Nordwesten hat es 2025 wieder mehr Organspender gegeben. In Niedersachsen stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr von 72 auf 80, Bremen verzeichnet eine Erhöhung von 8 auf 12, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte. In beiden Ländern hatte es zuvor Rückgänge gegeben.  Bundesweit gab 2025 mehr Organspender als in den vergangenen Jahren, so dass die DSO einen Höchststand seit 2012 vermeldete. Das sei ein ermutigendes Signal, aber immer noch zu wenig, hieß es von der Stiftung aus Frankfurt/Main.  Im vergangenen Jahr haben laut DSO in Deutschland insgesamt 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe gespendet. Das sind 32 mehr als im Jahr 2024 und entspricht 11,8 Organspenderinnen und Organspendern pro Millionen Einwohner, wie die DSO berichtete.  Mit dieser moderaten Steigerung um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht die Organspende in Deutschland den höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Die Zahl der Spenderorgane reiche aber weiterhin nicht aus, um allen Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen. In Niedersachsen warteten Ende vergangenen Jahres 729 auf ein Spenderorgan, für Bremen wurden 62 gemeldet. Bundesweit standen 8.207 Menschen auf der Warteliste. "Die Mehrheit der Menschen in Deutschland steht der Organspende grundsätzlich positiv gegenüber, hat ihre persönliche Entscheidung jedoch nicht festgehalten", erklärt Rahmel. "Fehlt ein erklärter Wille, müssen Angehörige häufig unter zeitlichem und emotionalem Druck stellvertretend entscheiden." Der DSO-Vorstand begrüßt daher, dass politisch erneut über eine Widerspruchslösung diskutiert wird. Das würde bedeuten, dass jeder Bürger grundsätzlich als Organspender gilt, solange er nicht aktiv widersprochen hat. Aktuell gilt eine Zustimmungslösung. © dpa-infocom, dpa:260113-930-536654/1