Datum13.01.2026 08:36
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Jahr 2025 lagen die Kosten durch Naturkatastrophen bei 224 Milliarden US-Dollar, was einen Rückgang im Vergleich zu 2024 darstellt. Trotz geringerer Gesamtzahlen verursachten Überschwemmungen, Gewitter und Waldbrände Schäden in Rekordhöhe von 166 Milliarden US-Dollar. Munich Re sieht steigende globale Temperaturen als Hauptursache für die zunehmenden Schäden. Erstmals seit zehn Jahren blieb die US-Küste von schweren Hurrikanen verschont. Der Klimawandel intensiviert extreme Wetterereignisse und stellt eine wachsende Bedrohung dar.
Inhalt2025 fielen die Kosten durch schwere Naturkatastrophen niedriger aus als im Vorjahr. Jedoch verursachten Überschwemmungen, Gewitter und Waldbrände einen Rekordschaden. Der Rückversicherer Munich Re sieht in den steigenden globalen Temperaturen einen wesentlichen Grund für wachsende Schäden durch Naturkatastrophen. Nach Berechnungen des Dax-Konzerns beliefen sich die weltweiten Gesamtschäden durch Naturereignisse im vergangenen Jahr auf 224 Milliarden US-Dollar – was rund 192 Milliarden Euro entspricht. Die Kosten fielen damit deutlich geringer aus als 2024. Damals beliefen sich die Schäden auf rund 368 Milliarden US-Dollar. Wie der weltgrößte Rückversicherer mitteilte, waren von der Gesamtschadenssumme 147 Milliarden US-Dollar versichert. Grund zur Entwarnung sei das aber nicht. Münchener-Rück-Vorstandsmitglied Thomas Blunck sagte: "Es war 2025 pures Glück für die USA, dass Hurrikane sie verschonten." Erstmals seit zehn Jahren wurde das US-Festland nicht von einem schweren Wirbelsturm getroffen, obwohl sich im tropischen Nordatlantik gleich drei Hurrikans der höchsten Stufe 5 gebildet hatten. Stattdessen rücken sogenannte "Sekundärgefahren" wie Überschwemmungen, schwere Gewitter und Waldbrände immer stärker in den Fokus. Nach Angaben von Munich Re erreichten die durch diese Ereignisse verursachten Schäden 2025 mit 166 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand. "Diese Art von Risiken waren 2025 die maßgeblichen Schadentreiber", sagte Chef-Klimawissenschaftler Tobias Grimm. Der Klimawandel verstärke nachweislich extreme Wetterereignisse. Insgesamt habe die Welt im vergangenen Jahr Glück gehabt, dass keine noch größeren Katastrophen eintraten, sagte der Wissenschaftler. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.