Ukraine-Krieg: Tote durch russischen Luftangriff auf Charkiw

Datum13.01.2026 07:52

Quellewww.zeit.de

TLDREin russischer Luftangriff auf Charkiw hat mindestens vier Todesopfer und sechs Verletzte gefordert. Der Militärgouverneur berichtete von einem Angriff auf ein Logistikzentrum, bei dem auch Feuerwehr und Rettungskräfte Ziel eines Doppelschlags wurden. Die Ukraine kämpft unter extremen Bedingungen, da in vielen Städten Strom und Heizung wegen der Angriffe ausfielen. Im Gegenzug führte die ukrainische Armee Drohnenangriffe auf mehrere Orte in Russland durch, darunter ein Industrieunternehmen in Taganrog.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ukraine-Krieg“. Lesen Sie jetzt „Tote durch russischen Luftangriff auf Charkiw“. Durch einen schweren russischen Luftangriff sind mindestens vier Menschen in der ostukrainischen Großstadt Charkiw getötet worden. Der Militärgouverneur der Region, Oleh Snyjehubow, sprach außerdem von mindestens sechs Verletzten. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden auch Kiew, Odessa und andere Städte in der Nacht mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angegriffen. In dem Vorort von Charkiw wurde nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft ein Logistikzentrum des Postunternehmens Nowa Poschta zerstört. Die Behörde warf der russischen Armee einen sogenannten Doppelschlag vor: Erst sei das Gebäude mit einer Rakete beschossen worden, wenig später hätten Drohnen auf Feuerwehrleute und Rettungskräfte gezielt.  In der Hauptstadt Kiew musste nach dem Angriff erneut an vielen Stellen notfallmäßig der Strom abgeschaltet werden, wie die Stadtverwaltung mitteilte. In den größten Städten der Ukraine müssen derzeit bei strengem Frost Millionen Menschen ohne Strom, Heizung oder Wasser ausharren, weil russische Angriffe die Versorgungsnetze gezielt ausgeschaltet haben. Ihrerseits griff die ukrainische Armee in der Nacht mehrere Orte in Russland mit Drohnen an. Die Behörden des südrussischen Gebiets Rostow bestätigten einen Treffer auf ein Industrieunternehmen in der Stadt Taganrog. Dabei handelte es sich nach Berichten russischer Telegramkanäle um ein Werk, in dem Flugzeuge repariert und Drohnenteile hergestellt werden. © dpa-infocom, dpa:260113-930-536363/1