Pete Hegseth: US-Verteidigungsminister will KI-Chatbot Grok für das Militär nutzen

Datum13.01.2026 07:15

Quellewww.zeit.de

TLDRUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth plant die Integration des KI-Chatbots Grok von Elon Musk in die IT-Systeme des Militärs. Ziel ist es, militärliche Daten effizienter zu nutzen, wobei Grok diesen Monat im Pentagon live gehen soll. Hegseth betont, dass die KI ohne ideologische Einschränkungen arbeiten soll, und dass das Ministerium keine "woke KI" verwenden wird. Grok steht jedoch wegen der Erzeugung sexualisierter Bilder ohne Zustimmung in der Kritik, was zu internationalen Untersuchungen führte.

InhaltHegseth will Musks Chatbot Grok an die IT-Systeme des US-Militärs anschließen. Der US-Verteidigungsminister lehnt Modelle ab, "die es nicht erlauben, Kriege zu führen". Das US-Verteidigungsministerium hat angekündigt, den KI-Chatbot Grok von Tech-Milliardär Elon Musk sowie Googles KI-Technologie künftig im Pentagon-Netzwerk einzusetzen. Ziel sei es, möglichst viele militärische Daten in die Systeme einzuspeisen, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Rede in Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX in Südtexas. "Sehr bald werden wir die weltweit führenden KI-Modelle in jedem nichtgeheimen und geheimen Netzwerk unseres Ministeriums haben", sagte er. Grok werde noch in diesem Monat im Pentagon live gehen. Grok stand zuletzt international in der Kritik, weil der in X eingebettete Chatbot sexualisierte Bilder von Menschen ohne deren Zustimmung erzeugt hatte, darunter Darstellungen von Kindern. Malaysia und Indonesien sperrten den Dienst daraufhin, die britische Online-Sicherheitsbehörde leitete eine Untersuchung ein. Laut Politico ermittelt die Pariser Staatsanwaltschaft inzwischen zur Verbreitung der sexualisierten Deepfakes. Als Reaktion teilte X mit, die Bilderstellung künftig nur noch zahlenden Abonnentinnen und Abonnenten zur Verfügung zu stellen.   Hegseth kündigte an, "alle geeigneten Daten" aus den IT-Systemen des Militärs für die KI-Nutzung verfügbar zu machen. Das Pentagon verfüge über "kampferprobte operative Daten aus zwei Jahrzehnten militärischer und geheimdienstlicher Operationen". "KI ist nur so gut wie die Daten, die sie erhält, und wir werden sicherstellen, dass sie verfügbar sind", sagte er. Die Systeme sollten zwar verantwortungsvoll eingesetzt werden, zugleich aber "ohne ideologische Einschränkungen arbeiten". Er lehne Modelle ab, "die es nicht erlauben, Kriege zu führen". Das Pentagon werde keine "woke KI" einsetzen.