US-Migrationspolitik: Vier Migranten innerhalb von zehn Tagen in US-Haft gestorben

Datum13.01.2026 06:10

Quellewww.zeit.de

TLDRIn den ersten zehn Tagen des Jahres 2026 sind vier Migranten in US-Gewahrsam gestorben, darunter ein Kubaner, zwei Honduraner und ein Kambodschaner. Dies folgt auf einen Rekord von 30 Todesfällen im Vorjahr, der höchsten Zahl seit zwei Jahrzehnten. Menschenrechtsaktivisten fordern die Schließung der Haftanstalten aufgrund der erschütternden Todesfälle. Die US-Regierung unter Trump plant eine Verschärfung der Abschiebungen und hat die Zahl der Inhaftierten auf etwa 69.000 erhöht.

InhaltDie US-Einwanderungsbehörde ICE hält etwa 69.000 Menschen in Gewahrsam. Zwei Honduraner, ein Kubaner und ein Kambodschaner sind im Januar in Haftlagern gestorben. In den ersten ‌zehn Tagen des Jahres 2026 sind in den USA vier Migranten im Gewahrsam der Einwanderungsbehörden gestorben. Wie die Behörde ICE mitteilte, starben die Menschen zwischen dem 3. ​und 9. Januar. Die Todesfälle folgen auf eine Rekordzahl von 30 Toten im Gewahrsam der Behörde ⁠im Vorjahr, was der höchste Stand seit zwei Jahrzehnten war. Den Angaben der Behörde ⁠zufolge starb ein 55-jähriger Kubaner am 3. Januar in einem Haftlager in Texas, nachdem er in Isolationshaft genommen worden ⁠war. Zwei Männer aus Honduras im Alter ⁠von 42 und 68 Jahren starben am 5. und 6. ‌Januar in Krankenhäusern infolge von ​Herzproblemen. Ein 46-jähriger Mann aus Kambodscha starb am 9. Januar in einer ⁠Haftanstalt in Philadelphia an den Folgen eines schweren Drogenentzugs. Die Menschenrechtsorganisation Detention Watch Network nannte die hohe ‍Zahl der Todesfälle erschütternd. Die Aktivisten forderten die Schließung der Haftanstalten. Eine Stellungnahme des Heimatschutzministeriums und der ICE lag zunächst nicht vor.  Die Regierung von US-Präsident Donald Trump strebt eine Verschärfung der Abschiebungen an und hat die Zahl der inhaftierten Migranten erhöht. Nach Statistiken der ICE vom 7. Januar hielt ​die Behörde 69.000 Menschen fest.