Notfall in Wismar: Eisbader tot geborgen – DLRG warnt vor Alleingängen

Datum12.01.2026 15:41

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Wismar wurde die Leiche eines 40-jährigen Eisbaders geborgen, der beim Baden im Eis ertrunken ist. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor Alleingängen beim Eisbaden und empfiehlt, immer in Gruppen zu baden und sich vorher ärztlich durchchecken zu lassen. Bei Herzproblemen könne Eisbaden schnell gefährlich werden. Die DLRG weist darauf hin, dass tragfähiges Eis erst ab einer Dicke von 10 bis 20 Zentimetern entsteht, was aktuell in Mecklenburg-Vorpommern nicht der Fall ist.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Notfall in Wismar“. Lesen Sie jetzt „Eisbader tot geborgen – DLRG warnt vor Alleingängen“. Nach dem Fund der Leiche eines Eisbaders in Wismar rät die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) davon ab, allein Eisbaden zu gehen. "Man sollte wenigstens zu zweit unterwegs sein, um im Notfall reagieren zu können", sagte ein Sprecher der DLRG der Deutschen Presse-Agentur. "Und man sollte natürlich körperlich gesund sein. Im besten Fall geht man vorher zum Arzt und klärt das ab." Etwa bei Herzproblemen könne es schnell kritisch werden. Je nach körperlicher Verfassung könne man zwischen fünf und 30 Minuten im Eiswasser überleben. Es bestehe jedoch die Gefahr, dass Herz und Muskelfunktionen aussetzen. "Wenn man mit dem ganzen Körper im Wasser ist, dann kühlt man natürlich umso schneller aus. Da zählt wirklich jede Minute", sagte der Sprecher. Wer ins Eis einbricht, sollte sich möglichst breit machen. "Wenn ich beobachte, dass jemand ins Eis einbricht, dann sollte ich natürlich schleunigst die 112 wählen", sagte der Sprecher. Neben der Feuerwehr könnten die Wasserwacht oder die DLRG mit speziellen Trockenanzügen und Rettungsschlitten unterstützen. Nach Angaben des DLRG-Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern hat es solche Rettungsaktionen in den vergangenen fünf Jahren im Land eher selten gegeben. Denn zugefrorene Eisflächen auf Gewässern gab es demnach kaum. Erst ab einer Dicke von 10 bis 20 Zentimetern sei das Eis tragfähig. Das sei in MV noch nicht der Fall. Am frühen Nachmittag hatten Einsatzkräfte einen 40-Jährigen tot aus einem Teich in Wismar geborgen. Ein Zeuge hatte den Mann der Polizei zufolge beim Eisbaden gesehen - und die Einsatzkräfte verständigt, als er nicht wieder auftauchte. © dpa-infocom, dpa:260112-930-533799/1