Datum12.01.2026 06:05
Quellewww.zeit.de
TLDRGrönland wird aufgrund seiner reichhaltigen Rohstoffvorkommen, einschließlich Öl und seltener Erden, zunehmend zum geopolitischen Fokus. Während ein G7-Treffen in den USA ansteht, äußerte US-Präsident Donald Trump Interesse an einem Einfluss auf die Insel. Dies wurde von europäischen Staaten abgelehnt. Gleichzeitig hat ein russischer Angriff in Kyjiw zu einem Zusammenbruch der Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung geführt, was die Stadtverwaltung dazu veranlasste, evakuierende Empfehlungen auszusprechen, während Temperaturen unter minus 10 Grad herrschen.
InhaltLars Klingbeil reist zu einem G7-Finanzministertreffen in die USA. Welche Rolle spielt Grönland bei den Gesprächen? Und: Kyjiw ohne Strom, Wasser und Heizung Grönland rückt wegen seiner großen Rohstoffvorkommen zunehmend in den Fokus internationaler Politik. Auf der Insel gibt es umfangreiche Ölreserven sowie große Vorkommen Seltener Erden, die für Technologien wie Smartphones, Windräder und Elektroautos benötigt werden. Bislang ist China der wichtigste Produzent dieser Rohstoffe. US-Präsident Donald Trump hat mehrfach erklärt, Grönland unter US-Einfluss bringen zu wollen. Genannt wurde unter anderem ein Kauf der Insel, ein Referendum oder auch militärische Optionen. Deutschland und weitere EU-Staaten hatten diese Forderungen zuletzt in einer gemeinsamen Erklärung zurückgewiesen. Nun reist Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zu einem Treffen der G7-Finanzminister und Außenminister Johann Wadephul trifft seinen US-Amtskollegen Marco Rubio. Worum es bei den Gesprächen gehen wird, analysiert Mark Schieritz, stellvertretender Leiter des Politikressorts der ZEIT. In der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw ist nach einem russischen Angriff die Versorgung mit Strom, Wasser und Heizung weitgehend zusammengebrochen. Nach Angaben des Stadtrats waren bereits große Teile der Stadt ohne Strom, sodass der Netzbetreiber die komplette Abschaltung der Versorgungssysteme veranlassen musste. Betroffen sind rund 6.000 Wohnblocks, also etwa die Hälfte aller Mehrfamilienhäuser der Stadt. Auch der elektrifizierte öffentliche Nahverkehr musste eingestellt werden. Die Stadtverwaltung rät den Bewohnern, die Möglichkeit zu nutzen, Kyjiw vorübergehend zu verlassen, wenn sie anderswo unterkommen können. Die Temperaturen liegen aktuell unter minus 10 Grad Celsius. Reparaturen der beschädigten Infrastruktur seien im Gange, Angaben darüber, wann die Versorgung vollständig wiederhergestellt sein wird, liegen bislang jedoch nicht vor. ZEIT-Korrespondentin Olivia Kortas ordnet ein, wie es den Menschen in Kyjiw geht. Und sonst so: Von Nairobi in die Eishockey-Welt: Kenias Ice Lions Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Lisa Pausch, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.