Datum12.01.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Landesvorstände von CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt beraten über einen möglichen Rückzug von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Haseloff erwägt eine vorzeitige Übergabe an den CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze, um ihm im Wahlkampf zu helfen. Dafür müssen die Koalitionspartner dem bestehenden Koalitionsvertrag zustimmen. Haseloff ist seit 2011 im Amt, während Umfragen zeigen, dass die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund die CDU deutlich überholt hat. Die Landtagswahl findet am 6. September statt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rückzug von Haseloff?“. Lesen Sie jetzt „Parteien in Sachsen-Anhalt beraten über Wechsel“. Die Landesvorstände von CDU, SPD und FDP in Sachsen-Anhalt wollen heute Abend über einen möglichen Rückzug von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) beraten. Haseloff hatte den Koalitionspartnern signalisiert, knapp ein halbes Jahr vor der Landtagswahl für eine vorzeitige Staffelstabübergabe an den CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze zur Verfügung zu stehen. Damit soll der bisherige Wirtschaftsminister Aufwind im Wahlkampf bekommen. Die Parteien der Regierungskoalition müssen dafür schriftlich zustimmen, dass die Inhalte des seit 2021 bestehenden Koalitionsvertrages übernommen werden. Haseloff ist seit 2011 Ministerpräsident - der dienstälteste in Deutschland. Schulze führt den CDU-Landesverband seit 2021 und ist Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten. Aktuell reagiert die CDU in dem Bundesland mit der SPD und FDP. In zwei Umfragen aus dem September und dem Oktober war die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund nahe der 40-Prozent-Marke und damit deutlich als stärkste Kraft vor der CDU ausgewiesen worden. Die Landtagswahl ist am 6. September. © dpa-infocom, dpa:260112-930-530638/1