Uschi Glas wirbt für Osteoporose-Vorsorge

Datum20.10.2025 13:42

Quellewww.spiegel.de

TLDRSchauspielerin Uschi Glas ruft anlässlich des Welt-Osteoporose-Tags ältere Menschen zur Vorsorgeuntersuchung auf, da viele Unwissenheit über die Erkrankung zeigt. Sie empfiehlt Untersuchungen ab 60 Jahren für Frauen und 70 Jahren für Männer. In Deutschland sind fünf Millionen Menschen betroffen, wobei 80 Prozent Frauen sind. Alle 38 Sekunden tritt ein Knochenbruch auf, viele könnten durch Vorsorge verhindern werden. Derzeit sind mehr als 75 Prozent der Betroffenen ohne angemessene Therapie, was zu erhöhten Gesundheitsrisiken führt.

InhaltAlle 38 Sekunden sorgt ein Knochenbruch in Deutschland: Schauspielerin Uschi Glas hat ältere Menschen dazu aufgerufen, sich auf Osteoporose untersuchen zu lassen. Unwissenheit lässt sie nicht gelten. Schauspielerin Uschi Glas, 81, hat ältere Menschen zur Osteoporose-Vorsorge aufgerufen. Sie rate dringend zu vorsorgenden Untersuchungen, sagte die Schauspielerin Uschi Glas am Montag aus Anlass des Welt-Osteoporose-Tags. Diese Untersuchung werde für Frauen ab 60 Jahren empfohlen, für Männer ab 70. Sie könne es nicht nachvollziehen, wenn Menschen sagten, dass sie davon gar nichts wissen wollten: "Vorsorge ist Selbstverantwortung." Zudem sei es verkehrt, sich im höheren Alter nicht mehr oder nur unsicher zu bewegen, mahnte Glas. Fünf Millionen Menschen sind laut Deutschem Orthopäden- und Unfallchirurgenverband betroffen, 80 Prozent sind weiblich. Alle 38 Sekunden komme es zu einer Fraktur, die medizinisch in diesem Zusammenhang stehe, sagte der Verbandsvorsitzende Christoph Eichhorn. Im Jahr bedeute dies 830.000 Frakturen. Jede dritte Frau habe im Lauf ihres Lebens mit Osteoporose zu kämpfen, unter den Männern sei es jeder Fünfte. Dass Frauen häufiger betroffen seien, habe auch mit hormonellen Veränderungen zu tun – zusätzlich zur Knochendichte, die mit dem Alter nachlasse. Zudem wüssten viele Menschen nicht, dass etwa kortisonhaltige Medikamente die Knochen angriffen. 30 bis 50 Prozent der Frakturen könnten sich dem Unfallchirurgen Eichkorn zufolge vermeiden lassen, wenn mehr Menschen eine Osteoporose-Abklärung wahrnehmen würden – und sogar Todesfälle könnten sich reduzieren lassen. Ein Fünftel derjenigen, die mit über 75 Jahren einen Oberschenkelhalsbruch erleiden, stirbt demnach an den Folgen. Derzeit seien allerdings mehr als drei Viertel aller Osteoporose-Patientinnen und -Patienten ohne angemessene Therapie.