Datum20.10.2025 13:34
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Bundesverkehrsministerium plant, die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge in Deutschland zu beschleunigen, insbesondere in Mehrfamilienhäusern, E-LKWs und E-Bussen. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) strebt einen Kabinettsbeschluss noch im Herbst an, benötigt jedoch eine Einigung mit der Koalition. Geplante Förderungen sollen Eigentümer zu Investitionen motivieren und die Elektrifizierung des gewerblichen Verkehrs unterstützen. Details zu Fördervolumen und Richtlinien sind für 2026 vorgesehen, abhängig von den zukünftigen Haushaltsmitteln.
InhaltDas Verkehrsministerium plant Förderprogramme, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge voranzutreiben. Mehrfamilienhäuser sollen mehr Ladesäulen bekommen. Das Bundesverkehrsministerium will den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos in Deutschland mit neuen Förderprogrammen vorantreiben. Besonders gefördert werden soll die Ladeinfrastruktur bei Mehrfamilienhäusern sowie für E-LKWs und E-Busse. Das geht aus einem Entwurf für den "Masterplan Ladeinfrastruktur 2030" des Verkehrsministeriums hervor. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) will noch im Herbst einen Kabinettsbeschluss herbeiführen. Dazu wäre auch eine Einigung innerhalb der Regierungskoalition zwischen Union und SPD nötig. Konkrete Zahlen zum geplanten Fördervolumen gehen aus dem Entwurf bisher nicht hervor. Verbände und Expertinnen sollen nun zu dem Entwurf Stellung nehmen. Ein Schwerpunkt des Ausbaus soll auf Ladesäulen für Anwohner in Mehrfamilienhäusern liegen, denen bisher im Gegensatz zu Anwohnern von Einfamilienhäusern noch keine Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Um Eigentümer zu Investitionen anzuregen, plant das Ministerium in diesem Bereich eine finanzielle Unterstützung, die auch die Kosten für die Ertüchtigung des Netzanschlusses und der elektrischen Anlagen im Gebäude umfassen soll. Dazu sollen dem Entwurf zufolge Anfang 2026 weitere Details folgen. Die Umsetzung der Maßnahme steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass im Haushalt 2026 ausreichend Mittel dafür zur Verfügung stehen. Der "Masterplan Ladeinfrastruktur 2030" sieht auch einen verstärkten Ausbau der Elektrifizierung des gewerblichen Verkehrs vor. Für den Aufbau von Ladeinfrastruktur in Depots und auf Betriebshöfen von LKWs und Bussen sollen neue Förderrichtlinien aufgelegt werden. Außerdem sollen öffentlich zugängliche LKW-Ladepunkten abseits der Autobahnen, etwa auf Autohöfen oder in Gewerbegebieten, finanziell zu unterstützen. Auch diese neuen Richtlinien sind für 2026 vorgesehen und hängen dementsprechend von dem zukünftigen Haushalt ab. Ein weiteres erklärtes Ziel ist laut dem Entwurf die Mobilisierung von Privatkapital durch gezielte Investitionszuschüsse. Eine bessere Auslastung der Ladesäulen sei die Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb und damit für private Investitionen, heißt es in dem Papier. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.