Datum11.01.2026 14:26
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Ostwestfalen wurde ein 23-jähriger Mann während einer Ansitzjagd von einem Schuss aus der Waffe eines 22-Jährigen tödlich getroffen. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche verstarb das Opfer im Wald. Die Polizei geht von einem tragischen Jagdunfall aus, ermittelt jedoch wegen fahrlässiger Tötung. Die genauen Umstände des Vorfalls, einschließlich der Waffen- und Jagdberechtigungen der Teilnehmer, sind noch unklar und werden untersucht. Die beiden Hochsitze der Jäger waren mindestens 100 Meter voneinander entfernt.
InhaltVier junge Männer gingen am Abend auf die Ansitzjagd bei Warburg. Ein Schuss löste sich, einer der Jäger wurde getötet. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus, muss aber ermitteln. In Ostwestfalen ist ein 23-Jähriger während der Jagd ums Leben gekommen. Der Mann sei trotz umgehender Wiederbelebungsversuche noch im Wald gestorben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. "Wir gehen derzeit von einem tragischen Jagdunfall aus", sagte ein Polizeisprecher. Allerdings müssten die genauen Umstände weiter ermittelt werden. Die insgesamt vier jungen Leute im Alter von 22 bis 24 Jahren waren am Freitagabend zur Jagd in das unwegsame Waldgebiet in Warburg gegangen. Der 22-jährige Schütze sei mit zwei Begleitern auf einen Hochsitz gestiegen, der 23-Jährige sei allein auf dem benachbarten Hochsitz gewesen. Die beiden Hochsitze seien mindestens 100 Meter voneinander entfernt. Aus noch ungeklärter Ursache habe sich aus der Waffe des 22-Jährigen ein Schuss gelöst. Der 23-Jährige wurde getroffen und so schwer verletzt, dass Rettungskräfte ihm nicht mehr helfen konnten. Wie es dazu kommen konnte, dass der Schuss bei einer so großen Entfernung den Bekannten im Hochsitz traf, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte der Polizeisprecher. Die Spurensicherung habe bei Tageslicht nochmals den Unglücksort untersucht. Ermittelt werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Inwieweit die Mitglieder der Jagdgesellschaft über Jagd- und Waffenberechtigungen verfügen, ist nach Angaben des Sprechers ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.