Demonstration: Tausende erinnern an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

Datum11.01.2026 13:59

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Berlin haben rund 8.000 Menschen an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erinnert, mehr als ein Jahrhundert nach ihrer Ermordung. Die Demonstration verlief weitgehend friedlich, ohne nennenswerte Ausschreitungen. Die Parteichefs der Linken legten rote Nelken an der Gedenkstätte nieder. Luxemburg und Liebknecht, beide führende Kommunisten, wurden 1919 während des Spartakusaufstands von rechtsgerichteten Freikorps-Soldaten erschossen. Ihre Ermordung war Teil eines gescheiterten Versuchs, die sozialistische Revolution in Deutschland einzuleiten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Demonstration“. Lesen Sie jetzt „Tausende erinnern an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht“. Mehr als ein Jahrhundert nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht haben Tausende Menschen in Berlin an die beiden Kommunistenführer erinnert. Rund 8.000 Menschen hätten sich an der zentralen Demonstration beteiligt, sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Anders als in den Vorjahren habe es bisher keine Ausschreitungen gegeben. Vereinzelt sei Pyrotechnik abgebrannt, aber niemand verletzt worden, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Die Demonstration sei zunächst "ohne große Vorkommnisse" verlaufen. Die Polizei setzte rund 500 Einsatzkräfte ein. Die Parteichefs der Linken legten an der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde rote Nelken nieder. Dort waren die Bundesvorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken sowie die Linke-Spitzenkandidatin zur Berliner Abgeordnetenhauswahl, Elif Eralp. Die Kommunisten Liebknecht und Luxemburg waren 1919 erschossen worden. Unter Liebknecht - Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands - hatte ein Revolutionsausschuss die Regierung des Sozialdemokraten Friedrich Ebert für abgesetzt erklärt. Es gab Massendemonstrationen. Der "Spartakusaufstand" wurde niedergeschlagen. Luxemburg und Liebknecht tauchten unter, wurden jedoch entdeckt, verschleppt und verhört. Rechtsgerichtete Freikorps-Soldaten erschossen Liebknecht im Tiergarten. Luxemburg wurde ebenfalls nach dem Verhör in einem Auto erschossen. Ihre Leiche wurde in den Berliner Landwehrkanal geworfen und erst Ende Mai 1919 gefunden. © dpa-infocom, dpa:260111-930-528882/1