Datum11.01.2026 13:31
Quellewww.spiegel.de
TLDRArmin Laschet kritisiert die Bundesregierung unter Friedrich Merz für ihre mangelnde Eigenständigkeit. Er fordert, dass Fachminister aktiver Probleme lösen, ohne stets auf den Kanzler angewiesen zu sein. Laschet sieht die Notwendigkeit, innenpolitisch und wirtschaftspolitisch mehr zu bewegen, und hebt hervor, dass Reformen dringend nötig sind. Er betont die Bedeutung starker Fachminister und erkennt Merz als geeigneten Kanzler an, der internationale Erfahrung mitbringt und sich in der Außenpolitik engagiert.
InhaltEr war einst selbst CDU-Kanzlerkandidat und scheiterte. Nun kritisiert Armin Laschet die Regierung seines früheren Konkurrenten Friedrich Merz. Sie müsse innenpolitisch und wirtschaftspolitisch "mehr bewegen". Der frühere CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat den Ministern der Bundesregierung mangelnde Eigenständigkeit vorgeworfen. "Uns fehlt die Mentalität, dass sich Fachminister verpflichtet fühlen, ein Problem zu lösen ohne den Kanzler", sagte Laschet den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Daher müsse Friedrich Merz (CDU) als Regierungschef immer wieder intervenieren. "Ich würde mir eine Regierung wünschen, in der auch die Fachminister ihre Arbeit machen und gemeinsam unser Land wieder wettbewerbsfähig und wirtschaftlich stärker machen." Die Regierung müsse innenpolitisch und wirtschaftspolitisch "mehr bewegen", forderte Laschet. "Aber das kann auch eine Wirtschaftsministerin, ein Finanzminister oder eine Arbeitsministerin", sagte der CDU-Politiker unter Bezugnahme auf Katherina Reiche (CDU), Lars Klingbeil und Bärbel Bas (beide SPD). Die nötigen Reformen müssten "jetzt" kommen. Laschet erinnerte daran, dass die großen Rentenreformen früher mit Fachministern wie Norbert Blüm (CDU) verbunden gewesen seien – "nicht mit dem Kanzler". Über Merz sagte Laschet, dieser sei "im Moment" der richtige Kanzler, der internationale Erfahrung mitbringe und "einen starken Auftritt" habe. Es sei "keine Minute zu viel in Außenpolitik investiert".