Gesellschaft: Senatorin: Bei der Kälte draußen schlafen lebensgefährlich

Datum11.01.2026 12:20

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Berlin werden angesichts bevorstehender Frostnächte zusätzliche Notübernachtungsplätze für obdachlose Menschen eingerichtet. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) berichtet von einer hohen Auslastung der Kältehilfe-Einrichtungen und betont die lebensgefährliche Situation für Obdachlose, die draußen schlafen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, auf hilfsbedürftige Personen zu achten und bei Notfällen entsprechende Hilfe anzufordern. Die Senatsverwaltung bietet verschiedene Ressourcen wie Kältehilfe-Apps und Notrufnummern an, um schnelle Unterstützung zu gewährleisten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gesellschaft“. Lesen Sie jetzt „Senatorin: Bei der Kälte draußen schlafen lebensgefährlich“. Berlin steht wieder eine bitterkalte Nacht bevor. Nach Angaben von Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) werden die zusätzlichen Notübernachtungsplätze für obdachlose Menschen gut angenommen. "Bisher hat alles wirklich sehr gut geklappt", teilte Kiziltepe mit, nachdem sie am Samstagabend ein Nachtcafé am Bahnhof Zoo besucht hatte. Alle Kältehilfe-Busse seien im Einsatz, die Notübernachtungen in den Kältehilfe-Einrichtungen seien zu mehr als 90 Prozent ausgelastet. "Wie gut, dass wir mit Blick auf die Kälte an diesem Wochenende noch weitere 100 zusätzliche Plätze eingerichtet haben." Sie habe in Telefonaten etwa mit der Polizei, der BVG und Senatskollegen um einen besonders sensiblen Umgang gebeten. "Ich wollte verhindern, dass irgendjemand nachts in der eisigen Kälte draußen schlafen muss oder von einem warmen Ort vertrieben wird. Das wäre lebensgefährlich." "Bisher gab es zum Glück keine nächtlichen Einsätze der Polizei wegen obdachloser Menschen auf der Straße. Wir beobachten die Lage ständig und können, wenn es nötig ist, schnell weitere Plätze schaffen." Die Senatsverwaltung bittet die Menschen in Berlin, aufmerksam zu sein und auf Menschen zu achten, die in der Kälte sitzen. "Wenn Sie vermuten, dass eine obdachlose Person Hilfe benötigt, fragen Sie höflich, ob sie etwas braucht." Man könne sich die Kältehilfe-App herunterladen und schauen, wie die nächsten Anlaufstellen in der Umgebung seien. Weitere Hilfe gebe es zum Beispiel beim Kältebus der Berliner Stadtmission (030 690 333 690), dem Wärmebus des DRK-Landesverbands (030 600 300 10 10) oder dem Kältehilfetelefon (030 34397140), teilte die Senatsverwaltung mit. Wenn eine Person hilflos wirke oder nicht ansprechbar sei, solle man Polizei (110) oder Rettungsdienst (112) informieren. © dpa-infocom, dpa:260111-930-528498/1