Winter Game: Trotz Niederlage: Eishockey hat Zukunft in Dresden

Datum11.01.2026 12:16

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Winter Game in Dresden zog 32.248 Zuschauer an, auch wenn die Dresdner Eislöwen gegen die Eisbären Berlin verloren. Trainer Gerry Fleming lobte die Atmosphäre und den Einsatz seiner Mannschaft. Trotz der Niederlage und kalter Temperaturen war das Event ein Erfolg und zeigt, dass Eishockey in Dresden eine Zukunft hat. Die Organisatoren erhielten viel Lob für die Durchführung, und es wird mit einem finanziellen Gewinn von über 100.000 Euro gerechnet.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Winter Game“. Lesen Sie jetzt „Trotz Niederlage: Eishockey hat Zukunft in Dresden“. Ein Feuerwerk setzte den Schlusspunkt unter ein Freiluft-Spektakel erster Güte. Zwar gab es kurzzeitig lange Gesichter bei den Dresdner Eislöwen nach dem verpassten Sieg im Winter Game vor 32.248 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion gegen Meister Eisbären Berlin. Doch das Ost-Duell in der DEL war ein voller Erfolg, auch wenn das Schlusslicht nach dem Ausgleich von Ty Ronning zwei Minuten vor Schluss und dem Siegtor von Liam Kirk in der Verlängerung enttäuscht war. Alle Eishockey-Fans gingen mit der Erkenntnis nach Hause: In Dresden hat der Sport eine Erstliga-Zukunft.  Trotz der prekären sportlichen Situation des DEL-Aufsteigers und trotz klirrender Kälte mit bis zu zehn Grad minus haben Trainer, Spieler und auch die Zuschauer, die aus allen Deutschlands und sogar aus Tschechien in die Arena geströmt waren, die berauschende Atmosphäre dieses besonderen Spiels genossen und waren voll des Lobes.  "Es war ein unglaubliches Event, aus Sicht eines Coaches, der Spieler, ihrer Familien und natürlich für die Fans. Ich könnte nicht stolzer auf unsere Organisation sein, wie dieses Event organisiert wurde, wie sehr hier Menschen mit Leidenschaft daran gearbeitet haben. Viele auch schlaflose Nächte hatten. Die Atmosphäre war elektrisierend", meinte Eislöwen-Trainer Gerry Fleming. Sportlich gesehen könne er seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. "Das Team hat großen Einsatz und Charakter gezeigt, aber wenn wir einen Fehler gemacht haben, wurde das sofort hart bestraft." Auch Eislöwen-Torhüter Janick Schwendener, der den Vorzug vor dem finnischen Olympiasieger und Weltmeister Jussi Olkinuora erhalten hatte und sein Team mit starken Paraden immer wieder im Spiel hielt, meinte: "Es war ein unglaubliches Erlebnis, für viele von uns wahrscheinlich einmalig in ihrer Karriere. Für mich besonders schön, weil ich vor der Saison nicht unbedingt damit gerechnet habe, dass ich das auch spielen darf. Deshalb habe ich es umso mehr genossen." Zur Kälte konnte er nur lächeln. "Für mich war es die perfekte Temperatur, um Eishockey zu spielen. Es hat sich so angefühlt wie früher, als ich frühmorgens in Klosters in den Bergen auf dem Eis stand." Die Dresdner Organisatoren, die nach den beiden DEL2-Freiluftspielen im Dresdner Stadion 2016 und 2020 bereits Erfahrungen mit solchen Veranstaltungen gesammelt hatten, erhielten viel Lob von allen Seiten. "Natürlich ist die DEL noch einmal eine andere Ebene als die zweite Liga. Wir haben wieder Werbung gemacht für Dresden, die Eislöwen, für den Standort", sagte Eislöwen-Geschäftsführer Maik Walsdorf. Zudem haben die Eisbären "das Ganze medial gesehen noch einmal auf eine andere Reichweite gebracht".  Das Freiluft-Event soll nicht nur in Sachsen Aufmerksamkeit regenerieren, sondern auch finanziell den Organisatoren einen Mehrwert bringen. Die Kosten waren mit 800.000 Euro beziffert. "Wir rechnen am Ende mit einem sechsstelligen Gewinn", erklärte Walsdorf. © dpa-infocom, dpa:260111-930-528489/1