Datum11.01.2026 10:33
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Jahr 2025 ist die Zahl der Borreliose-Fälle in Sachsen auf 2.623 angestiegen, rund 1.000 mehr als 2024. Auch in anderen Bundesländern wie Berlin und Bayern wurden hohe Fallzahlen gemeldet. Im Gegensatz zur Borreliose, die mit Antibiotika behandelt wird, gibt es für die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eine Schutzimpfung. Zecken sind von März bis September aktiv, und unbehandelte Borreliose kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zecken“. Lesen Sie jetzt „Zahl der Borreliose-Fälle 2025 sprunghaft angestiegen“. Die Zahl der gemeldeten Borreliose-Fälle ist in Sachsen 2025 sprunghaft angestiegen. Bis zum Stichtag 29. Dezember wurden im Freistaat 2.623 Infektionen registriert. Das sind rund 1.000 Fälle mehr als im Jahr davor (1.626 Fälle), wie aus den epidemiologischen Wochenberichten der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) hervorgeht. 2023 waren 1.484 Fälle erfasst worden. Zudem wurden voriges Jahr 47 Fälle der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gezählt. Im Jahr davor waren 63 Fällen aktenkundig geworden - was ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2023 mit 34 Fällen gewesen war. Die Lyme-Borreliose wie auch FSME können von Zecken übertragen werden. Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung, Borreliose wird mit Antibiotika behandelt. FSME beginnt mit grippeähnlichen Beschwerden, später sind auch Ausfälle im Nervensystem möglich. Bei der Borreliose können Müdigkeit, Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen und Fieber auftreten. Zudem rötet sich häufig die Haut kreisförmig um die Stelle des Zeckenstichs. Unbehandelt kann Borreliose zu Gelenk,- Herzmuskel- und Nervenentzündungen führen. Die Zeckensaison dauert in Deutschland je nach Temperaturen ungefähr von März bis September. Zecken sind laut Robert Koch-Institut (RKI) ab einer Temperatur von etwa sechs Grad aktiv. Auch andere Bundesländer haben für 2025 gestiegene Borreliose-Zahlen gemeldet. In Berlin zählten die Epidemiologen bis Mitte Dezember 1.406 Fälle – so viele wie noch nie seit Beginn der Labormeldepflicht im Jahr 2013. In Bayern wurden bis Mitte Dezember 5.469 Borreliose-Fälle gemeldet. Das waren rund 1.500 mehr als im Vorjahreszeitraum. © dpa-infocom, dpa:260111-930-527975/1