Datum11.01.2026 08:51
Quellewww.zeit.de
TLDRNach dem Wintersturm Elli bleibt der Bahnverkehr in Norddeutschland stark eingeschränkt, insbesondere auf wichtigen Strecken wie Westerland-Hamburg und Binz-Berlin. Meteorologen warnen vor Glatteis und weiterer Unwettersituation durch gefrierenden Regen. Auch in den Alpen steigt die Lawinengefahr, was zu mehreren Todesfällen unter Skifahrern führte. Die Bahn empfiehlt Reisenden, ihre Reisen zu verschieben, während das Technische Hilfswerk Zugänge zu Eisenbahntunneln freiräumt.
InhaltNach dem Wintersturm Elli bleibt der Bahnverkehr gestört. Meteorologen warnen vor Glatteis in Norddeutschland und Lawinengefahr in den Alpen. Die Bahn hat nach dem Wintersturm Elli besonders im Norden weiterhin Probleme, regelmäßig zu fahren. Zum Wochenstart könnte laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) gefrierender Regen für die nächste Unwettersituation sorgen. Der Bahnverkehr fällt auf mehreren wichtigen norddeutschen Fernverkehrsstrecken voraussichtlich auch noch an diesem Sonntag aus. Betroffen sind unter anderem die Verbindungen Westerland-Hamburg und Binz/Stralsund/Rostock-Berlin, wie die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mitteilte. Auf der Schnellfahrstrecke zwischen Frankfurt und Köln sei zudem die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert worden. Als Ursache der Probleme nannte die Bahn Schneeverwehungen auf bereits geräumten Gleisen sowie eingefrorene und blockierte Weichen. An manchen Eisenbahntunneln sei das Technische Hilfswerk (THW) dabei, Zugänge freizuräumen. Und vor der Inbetriebnahme von Fernverkehrsstrecken würden Testfahrten durchgeführt. Die Bahn riet: "Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können." In der Nacht zu Montag könnte laut DWD Schnee in Regen übergehen, der auf den kalten Böden gefriert und zu Glatteis führt. "Damit stellt sich nach kurzer Pause die nächste Unwettersituation an. Am Montag breitet sich der gefrierende Regen auf weite Teile des Landes aus", sagte DWD-Meteorologe Thore Hansen. Nach den jüngsten Schneefällen ist auch die Lawinengefahr in den Alpen gestiegen. Von den Allgäuer Alpen in Bayern bis zu den französischen Alpen wurde für Sonntag vielerorts große Lawinengefahr ausgerufen – die vierte von fünf Warnstufen. In Savoyen in Frankreich kamen bei verschiedenen Lawinenabgängen Medienberichten zufolge drei Skifahrer ums Leben. Zwei der Opfer starben in Val d'Isère wegen einer Lawine abseits der Piste, wie Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Tourismusbüros des Skiorts berichteten. Sie wurden demnach unter 2,5 Metern Schnee verschüttet. Ein dritter Skifahrer starb Berichten zufolge ebenfalls bei einer Lawine abseits der Piste in Arêches-Beaufort, das in der gleichen Gegend liegt. Laut dem Lawinenwarndienst Bayern herrscht in den Allgäuer Alpen oberhalb der Waldgrenze große Gefahr. Darunter besteht erhebliche Gefahr (Stufe 3). Das Hauptproblem sei der sogenannte Triebschnee. Dabei handele es sich um spröde Schneemassen, die vom Wind verfrachtet wurden, hieß es. Lawinen könnten schon bei geringer Belastung oder sogar ohne menschliche Einwirkung abgehen.