Datum11.01.2026 06:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDer strenge Winter setzt Wildtieren laut der Deutschen Wildtier Stiftung zu, da Schnee und Eis die Nahrungssuche erschweren und wertvolle Energiereserven rauben. Tiere wie Eichhörnchen und Gämsen haben Schwierigkeiten, ihre Vorräte zu erreichen. Die Stiftung appelliert an Menschen, Wildtiere zu schützen, indem sie Spaziergänge auf Wegen beschränken, Hunde anleinen und Rückzugsräume respektieren. Zudem können Gartenbesitzer Vögeln und Eichhörnchen mit Futter und Wasserstellen helfen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wetter“. Lesen Sie jetzt „Stiftung: Winter setzt Wildtieren zu – Mensch kann helfen“. Schnee und Eis bedeuten für viele Wildtiere nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung eine ernste Gefahr. Gefrorene Böden und Gewässer erschweren den Angaben zufolge die Nahrungssuche. Die größeren Anstrengungen sowie die niedrigen Temperaturen rauben den Tieren wertvolle Energiereserven. So kämen etwa Eichhörnchen derzeit oft nicht mehr an ihre im Herbst angelegten Vorräte, da viele ihrer Nahrungsdepots unter einer harten Schneedecke oder im gefrorenen Erdreich lägen. Bergbewohnern wie Gämsen koste die Suche nach Gräsern und Flechten in Eis und Schnee viel Kraft. Singvögel fänden in gefrorenen Böden kaum noch Insekten oder Samen. "Gerade in solchen Extremwintern können Menschen viel zum Schutz der Wildtiere beitragen", sagte Jenifer Calvi von der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg. "Wichtig ist vor allem, die Tiere nicht unnötig zu stören." Spaziergänger sollten auf den Wegen bleiben, Hunde anleinen und Rückzugsräume respektieren, besonders in Wäldern, an Waldrändern und in den Bergen. "Wintersportler sollten ausgewiesene Routen nutzen und Wildruhezonen meiden." Wer einen Garten oder Balkon habe, könne Vögeln und Eichhörnchen mit geeignetem Futter und eisfreien Wasserstellen helfen. © dpa-infocom, dpa:260111-930-527272/1