Migration: Plus bei ukrainischen Kriegsflüchtlingen wieder geringer

Datum11.01.2026 04:11

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine hat im Dezember 2023 auf etwa 13.400 abgenommen, nachdem sie im Oktober mit fast 21.000 einen Höchststand erreicht hatte. Der Rückgang ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, unter anderem auf die vorübergehende Ausreiserlaubnis für Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren. In Sachsen-Anhalt sind aktuell rund 35.750 Flüchtlinge untergebracht, was im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg bedeutet. Die Entwicklungen sind jedoch weiterhin volatil.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Migration“. Lesen Sie jetzt „Plus bei ukrainischen Kriegsflüchtlingen wieder geringer“. Nach einem deutlichen Anstieg der Zahl der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine im Spätsommer und Herbst sind die Zahlen wieder gesunken. Dem bundesweiten Verteilsystem für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine nach war die Zahl von 11.210 im August auf rund 18.650 im September und fast 21.000 im Oktober gestiegen, wie das Innenministerium in Magdeburg mitteilte. Im November habe es einen Rückgang auf etwa 16.600, im Dezember auf 13.400 gegeben. Sachsen-Anhalt nehme gemäß dem Königsteiner Schlüssel Kriegsflüchtlinge auf. Dieser richtet sich nach Steueraufkommen und Bevölkerungszahl der Länder. "Der bundesweite Anstieg der Zahlen ist im Wesentlichen weiterhin darauf zurückzuführen, dass die Ukraine seit dem 28. August 2025 Männern im Alter zwischen 18 und 22 Jahren vorübergehend die Ausreise erlaubt." Allerdings sei der Anteil dieser Personengruppe von 34 Prozent in der 39. Kalenderwoche im September auf mittlerweile rund 24 Prozent gesunken. In der Ukraine gilt die Wehrpflicht für Männer ab 25 Jahren.  Zu beachten ist laut dem Innenministerium, dass die Zahl der Ein- und Ausreisen von aufgenommenen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine permanent schwankt. "Demzufolge sind hinsichtlich der weiteren Entwicklung die nächsten Wochen abzuwarten. Im Übrigen reisen Kriegsflüchtlinge trotz des anhaltenden Krieges in die Ukraine auch wieder zurück oder in andere Staaten weiter." In Sachsen-Anhalt sind den Informationen des Innenministeriums zufolge aktuell rund 35.750 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine untergebracht. Zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres waren es den Angaben zufolge etwa 32.850. Im bundesweiten Verteilsystem sei ersichtlich, dass es von August zu September 2025 einen Anstieg von Zugängen aus der Ukraine gegeben habe, so das Innenministerium in Magdeburg. Die Zahl nahm demnach von 11.236 auf 18.725 zu. © dpa-infocom, dpa:260111-930-527049/1