Datum11.01.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Jahr 2025 mussten in Sachsens großen Städten aufgrund von Hygienemängeln weniger Gaststätten schließen, mit nur fünf Schließungen im Vergleich zu zehn im Vorjahr. Die Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter führten 707 Kontrollen durch, wobei 445 Mängel festgestellt wurden. Insbesondere in Leipzig und Chemnitz wurden Betriebe wegen gravierender Verstöße wie verdorbenen Lebensmitteln oder Reinigungsmängeln temporär geschlossen. In Dresden gab es trotz zahlreicher Mängel keine Schließungen. Die Landkreise Görlitz und Bautzen verzeichneten ebenfalls keine Schließungen wegen Hygieneproblemen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gastronomie“. Lesen Sie jetzt „Weniger Gaststätten wegen Hygienemängeln geschlossen“. In Sachsens großen Städten mussten 2025 weniger Gaststätten wegen Hygienemängeln schließen. Die zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter (LÜVA) in Leipzig, Dresden und Chemnitz ordneten im vergangenen Jahr fünf Schließungen an, wie die Pressestellen der Städte mitteilten. Im Vergleich zu 2024 hat sich die Zahl demnach halbiert. Dabei unterscheiden die Ämter zwischen einfachen und gröberen Verstößen. Geringfügige Mängel wie etwa leere Papierhandtuchspender können Betreiber nach einer Belehrung ohne weitere Maßnahmen direkt beheben. Werden gravierendere Verstöße, zum Beispiel verdorbene Lebensmittel, festgestellt, folgen Maßnahmen wie Bußgeldbescheide oder die Anordnung einer Nachkontrolle. In Chemnitz untersagte das LÜVA im vergangenen Jahr drei Betrieben zeitweise das Abgeben von Speisen. Das war einer mehr als im Vorjahr. Gründe waren Mängel bei der Reinigung, der Warenpflege und der Lebensmittelbehandlung. Insgesamt ahndeten die Kontrolleure 248 Verstöße gegen die geltenden Vorschriften. Das Leipziger LÜVA ordnete 2025 die Schließung von zwei Speisegaststätten an - vier weniger als 2024. Maßgeblicher Grund war die Nichteinhaltung hygienischer Grundanforderungen. Bei insgesamt 707 Kontrollen wurden in 445 Fällen Mängel festgestellt. In Dresden musste trotz mehr als 7.500 festgestellter Mängel im vergangenen Jahr kein Betrieb schließen. 2024 stellten die Kontrolleure in zwei Fällen Schaben fest und untersagten den Betrieb. Die Landkreise Görlitz, Nordsachsen, Mittelsachsen und der Vogtlandkreis meldeten für die beiden vergangenen Jahre keine Schließungen von Gaststätten aufgrund mangelnder Hygiene. Im Landkreis Bautzen gab es 2025 keine Schließung und 2024 eine wegen ungenügender Ordnung und Sauberkeit. Anders sah es im Landkreis Leipzig aus. Dort ordnete das zuständige Amt sowohl 2025 als auch 2024 jeweils vier vorübergehende Betriebsschließungen an. Hauptverstoß waren Reinigungsmängel. Im Landkreis Zwickau war in beiden Jahren je ein Betrieb betroffen. Auch hier bemängelten die Kontrolleure unzureichende Reinigung sowie mangelhafte Warenpflege. © dpa-infocom, dpa:260111-930-526988/1