Helfende Hände: Tausende Helfer für Kommunalwahlen gesucht

Datum11.01.2026 04:00

Quellewww.zeit.de

TLDRRund zwei Monate vor den Kommunalwahlen in Hessen werden Tausende Wahlhelfer gesucht, insbesondere in größeren Städten. Häufig ist der Bedarf an Helfern höher als die bisher eingegangenen freiwilligen Meldungen. Die Durchführung der Wahlen erfordert insgesamt etwa 1.500 Wahlhelfer in Fulda, während Wiesbaden rund 2.200 benötigt. Während einige Städte auf Freiwilligkeit setzen, erwägen andere, Wahlhelfer zu berufen. Zudem finden am 15. März auch Wahlen für Ausländerbeiräte und Bürgermeister statt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Helfende Hände“. Lesen Sie jetzt „Tausende Helfer für Kommunalwahlen gesucht“. Rund zwei Monate vor den Kommunalwahlen in Hessen laufen die Vorbereitungen in den Gemeinden auf Hochtouren. Allein in größeren Städten werden insgesamt Tausende Wahlhelfer gesucht, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Längst sind noch nicht alle Helfer für die Stimmabgabe und die Auszählung gefunden. Während einige auf Freiwilligkeit setzen, sehen andere schon jetzt die wahrscheinliche Notwendigkeit einer Berufung von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern. "Für die Durchführung der gesamten Kommunalwahl am Wahltag sowie an den darauffolgenden Tagen werden rund 1.500 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt", heißt es aus Fulda. "Da dieser Bedarf voraussichtlich durch freiwillige Meldungen allein nicht gedeckt werden kann, ist es erforderlich, zusätzlich Wahlberechtigte sowie Personen, die bereits bei vergangenen Wahlen unterstützt haben, zur Übernahme dieses Wahlehrenamtes zu berufen." "In Gießen setzen wir vollumfänglich auf die Freiwilligkeit, sodass in der Regel keine Verpflichtungen nötig sind", heißt es von der Stadt. Bei der vergangenen Kommunalwahl habe man allerdings die sogenannte Behördenklausel in Anspruch genommen, nach der die Kreisverwaltung die in Gießen wohnenden Mitarbeitenden mitteilte. In Hessens größter Stadt Frankfurt sind von der letzten Kommunalwahl keine nennenswerten Verpflichtungen bekannt. "Unter den rund 7.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer befinden sich rund 4.000 Personen, die wir aus der Frankfurter Stadtverwaltung rekrutieren."  Etwas anders sah es in Darmstadt aus. "Bei der Kommunalwahl 2021 waren 1.159 Wahlhelfer freiwillig im Einsatz und zirka 150 Personen wurden zum Wahldienst verpflichtet", heißt von der Stadt. Für die kommende Wahl brauche es rund 1.400 Helferinnen und Helfer. In Kassel fehlen noch rund 100 Wahlhelfende. "In Hanau werden rund 800 Wahlhelfer gesucht. Bisher haben sich zirka 140 freiwillige Helfer gemeldet", heißt es bei der Stadt. Bislang seien immer alle Wahlhelferpositionen mit Bestands- und freiwilligen Wahlhelfern besetzt worden. Die Landeshauptstadt Wiesbaden braucht nach eigenen Angaben rund 2.200 Helfer. "Rund 1.700 Personen haben sich freiwillig für das Ehrenamt am Wahltag gemeldet." Bei der letzten Kommunalwahl sei niemand verpflichtet worden. "Es wurde eine Zufallsauswahl unter allen Wahlberechtigten durchgeführt. Es wurden dann nur Personen berücksichtigt, die sich positiv zurückgemeldet hatten." Bei den Kommunalwahlen geht es um die Mandate in den 21 Kreistagen sowie den kommunalen Parlamenten von 421 Städten und Gemeinden. Zudem sind für den 15. März die Wahlen der Ausländerbeiräte und rund ein Dutzend Bürgermeisterwahlen geplant. Wahlberechtigt ist jeder EU-Bürger, der das 18. Lebensjahr vollendet hat. Während manche Städte die ganze Zeit über helfende Hände suchen, haben andere erst vor wenigen Wochen begonnen. Das sogenannte Erfrischungsgeld als finanzielle Unterstützung für die ehrenamtliche Hilfe ist in den Kommunen unterschiedlich geregelt. © dpa-infocom, dpa:260111-930-527006/1