Wehrdienst: 18-Jährige bekommen Post von der Bundeswehr

Datum11.01.2026 03:50

Quellewww.zeit.de

TLDRAb Mitte Januar erhalten 18-Jährige in Rheinland-Pfalz Post von der Bundeswehr, in der sie zur Beantwortung eines Online-Fragebogens zur Wehrdienstbereitschaft aufgefordert werden. Männer sind verpflichtet, während es für Frauen freiwillig ist. In 2023 gab es 1.480 Erstberatungsgespräche, und 1.490 neue Rekruten wurden eingestellt. Gleichzeitig steigt die Zahl der Jugendlichen, die den Wehrdienst verweigern möchten, was zu einer erhöhten Nachfrage bei der Deutschen Friedensgesellschaft führt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wehrdienst“. Lesen Sie jetzt „18-Jährige bekommen Post von der Bundeswehr“. Mitte Januar bekommen die ersten 18-Jährigen in Rheinland-Pfalz Post von der Bundeswehr: Sie werden darin aufgefordert, online einen Fragebogen zu beantworten, in dem die generelle Bereitschaft zum Wehrdienst abgefragt wird. Männer müssen den Fragebogen ausfüllen, für Frauen ist das freiwillig - so sieht es das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz vor. Nach Angaben der Bundeswehr gab es in Rheinland-Pfalz bis Ende November vergangenen Jahres 1.480 Erstberatungsgespräche, 2024 waren es 1.450 gewesen. Bis zu diesem Datum wurden 1.490 Rekruten in Rheinland-Pfalz neu eingestellt, 2024 waren es 1.250 gewesen. "Für viele ist dieser Weg eine Möglichkeit, Verantwortung für die Sicherheit des Landes zu übernehmen", sagte eine Sprecherin der Bundeswehr in Köln. Auf der anderen Seite entscheiden sich auch immer mehr Jugendliche, vorsorglich den Wehrdienst zu verweigern. Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) bietet dafür Beratung an - und berichtet von stark steigender Nachfrage. "Wir gehen davon aus, dass es ab Januar noch deutlich mehr werden, wenn die Briefe ankommen", sagt Jörg Rode vom Frankfurter Beratungskollektiv. © dpa-infocom, dpa:260111-930-526958/1