Datum10.01.2026 23:34
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Iran sind infolge von Massenprotesten gegen das Regime zahlreiche Menschen verletzt oder getötet worden. Krankenhausmitarbeiter berichten von Überfüllung durch schwer verletzte Patienten, wobei Schüsse auf Köpfe und Herzen gezielt seien. Insbesondere junge Menschen zwischen 20 und 25 Jahren sind betroffen. Die Protestwelle, ausgelöst durch die Wirtschaftskrise und den Währungsabsturz, hat sich landesweit ausgeweitet und zieht auch ältere Generationen in ihren Bann. Hunderte Protestierende sollen verletzt, getötet oder festgenommen worden sein.
Inhalt"Direkte Schüsse auf die Köpfe": Laut der BBC werden bei den Massenprotesten gegen das iranische Regime viele Menschen schwer verletzt oder getötet. Die Krankenhäuser sind bereits überlastet. Krankenhäuser in Iran sind nach Angaben von Mitarbeitern mit toten und verletzten Patienten überfüllt, die bei den Protesten gegen das Regime zu Schaden gekommen seien, wie die BBC berichtet . Ein Sanitäter in einem Krankenhaus in Teheran sagte, es habe "direkte Schüsse auf die Köpfe der jungen Menschen, auch auf ihre Herzen" gegeben. Zwei Krankenhausmitarbeiter sagten der BBC, sie hätten Schusswunden behandelt, die sowohl von normaler scharfer Munition als auch von Schrotkugeln stammten. Aufgrund der vielen Toten gäbe es nicht genug Platz in der Leichenhalle, sagte eine weitere Quelle. Viele der Toten seien zwischen 20 und 25 Jahre alt gewesen. Ein Augenzeuge der Proteste in Teheran sagte gegenüber der BBC, dass die iranische Generation Z maßgeblich zu den Protesten beigetragen habe. Sie habe ihre Eltern und ältere Menschen ermutigt, sich den Demonstrationen anzuschließen und sie aufgefordert, keine Angst zu haben. Die aktuelle Protestwelle in Iran wurde durch die massive Wirtschaftskrise und den plötzlichen Absturz der landeseigenen Währung ausgelöst. In Teheran gingen daraufhin wütende Händler auf die Straße. Inzwischen haben sich die Proteste auf große Teile des Landes ausgeweitet. Hunderte Demonstranten sollen verletzt oder getötet worden sein, viele weitere wurden festgenommen.