Minneapolis: Bürgermeister warnt Demonstranten nach tödlichen Schüssen durch ICE-Beamten vor Trumps »Köder«

Datum10.01.2026 22:39

Quellewww.spiegel.de

TLDRIn Minneapolis fanden nach dem tödlichen Schuss eines ICE-Beamten auf die 37-jährige Renee Nicole Good landesweite Proteste statt. Bürgermeister Jacob Frey und Gouverneur Tim Walz riefen zu friedlichem Protest auf, um nicht in Trumps Chaos zu verfallen. Sie warnten davor, dass Trump die Gewalt für politische Zwecke nutzen könnte. Der Vorfall, der nach der Entsendung von 2000 Bundesbeamten geschah, hat die Diskussion über die Maßnahmen der Trump-Regierung und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft neu entfacht.

InhaltNach dem Tod der 37-jährigen Renee Nicole Good durch Schüsse eines ICE-Beamten in Minneapolis finden in den USA landesweit Proteste statt. Der Bürgermeister der Stadt ruft zu Gewaltlosigkeit auf. Nach den tödlichen Schüssen ‌eines Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE auf eine US-Bürgerin hat der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, zu gewaltlosem Protest aufgerufen. Rechtswidrige Handlungen würden Präsident Donald Trump in die Hände spielen, sagte der Demokrat am Samstag. "Wir werden Donald Trumps Chaos nicht mit unserem eigenen Chaos begegnen. Er will, dass wir den Köder schlucken." Zuvor waren in der Stadt im Bundesstaat Minnesota 29 Menschen ⁠bei ‍Protesten festgenommen worden, wie Polizeichef Brian O'Hara mitteilte. Ein Polizist sei dabei verletzt worden. Minnesotas Gouverneur Tim Walz schloss sich dem Aufruf zum friedlichen Protest an. "Trump hat Tausende bewaffnete Bundesbeamte in unseren Bundesstaat geschickt, und es dauerte nur einen Tag, bis sie jemanden töteten", schrieb Walz in den sozialen Medien. "Jetzt will er nichts sehnlicher, als Chaos zu stiften, um von dieser schrecklichen Tat abzulenken. Gebt ihm nicht, was er will." Für das Wochenende sind landesweit weitere ​Proteste geplant. Auslöser der Demonstrationen war ‌die Tötung ⁠der 37-jährigen Renee Nicole Good am Mittwoch. Sie wurde von einem Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE in ihrem Auto erschossen. Die Trump-Regierung behauptet, es habe sich dabei um Selbstverteidigung gehandelt. Die Tat ereignete sich kurz nach der Entsendung von rund 2000 Bundesbeamten ‌nach Minneapolis. Das Heimatschutzministerium ‍bezeichnete dies als den "größten Einsatz in der Geschichte des Ministeriums". Lesen Sie hier  , warum Widerstand gegen Trumps ICE so gefährlich ist.