Bahnverkehr: Winterwetter hat Sachsen weiter fest im Griff

Datum10.01.2026 13:46

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Winterwetter beeinträchtigt den Bahn- und Straßenverkehr in Sachsen erheblich. Hauptbetroffen ist der Knotenpunkt Erfurt, wo eisige Temperaturen zu Funktionsstörungen bei Weichen führten. Züge werden umgeleitet und verspätet sich, auch die S-Bahn ist betroffen. Auf den Straßen kam es zu mehreren Unfällen, meist mit Blechschäden, oft aufgrund liegengebliebener Lastwagen. Die Kälte wird bis zum Wochenende anhalten, mit Temperaturen bis minus 13 Grad und anhaltender Glättegefahr. Autofahrer sollten vorsichtig sein und mehr Zeit einplanen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bahnverkehr“. Lesen Sie jetzt „Winterwetter hat Sachsen weiter fest im Griff“. Das winterliche Wetter hat Sachsen weiter fest im Griff. Landesweit beeinträchtigen Eis und Schnee den Verkehr auf der Straße und der Schiene. Nach Angaben der Bahn ist vor allem der Knotenpunkt Erfurt betroffen. So seien einige Weichen wegen der eisigen Temperaturen nicht funktionsfähig, wie ein Bahnsprecher auf Anfrage sagte. Die Verbindungen von Erfurt nach Leipzig und Halle wurden über Naumburg umgeleitet. Gegen Mittag konnte die Strecke nach Angaben der Bahn aber wieder freigegeben werden. Auch auf der Strecke Erfurt-Coburg war es zu Verspätungen gekommen. Grund ist hier, dass die Züge wegen des Wetters langsamer als üblich unterwegs sind. Zudem sind den Angaben zufolge alle Linien der S-Bahn Mitteldeutschland betroffen. Hier komme es zu Verzögerungen, aber auch zu Ausfällen. Auch auf den Straßen kam es immer wieder zu Unfällen. Dabei blieb es ersten Angaben zufolge aber zumeist bei Blechschäden. Das Hauptproblem seien liegengebliebene Lastwagen auf Bundesstraßen und Autobahnen, die die Fahrbahnen blockieren, sagte eine Sprecherin des Verkehrswarndienstes. So musste am Mittag auf der A4 bei Zwickau die Fahrbahn in Richtung Chemnitz für die Bergung eines umgekippten Lastwagens gesperrt werden. Am frühen Morgen war der Tunnel Coschütz bei Dresden auf der A17 für einige Zeit gesperrt. Ein Lkw hatte sich auf glatter Fahrbahn gedreht und war im Tunnel quer zur Fahrtrichtung zum Stehen gekommen, während sich der Sattelauflieger in 30 Meter Entfernung davor befand, wie die Feuerwehr mitteilte. Dabei war auch Diesel ausgelaufen. Im weiteren Verlauf der A17 in Richtung Prag hatte sich am Samstagmorgen ein Unfall mit drei Lastwagen und zwei Pkw ereignet. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt. Insgesamt sei die Lage aber weniger angespannt als befürchtet. Sie appellierte an die Autofahrer, vorsichtig und umsichtig unterwegs zu sein. Zudem sollte man mehr Zeit für Fahrten einplanen. Das Winterwetter hält unterdessen auch in den kommenden Tagen im Freistaat an. Bis Sonntag herrsche Dauerfrost, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Die Temperaturen liegen demnach auch tagsüber deutlich im Minusbereich. Landesweit bestehe weiterhin Glättegefahr, Autofahrer sollten vorsichtig sein. Der leichte Schneefall soll im Tagesverlauf des Samstags allmählich Richtung Süden abziehen. Lediglich im Erzgebirge soll es bis zum Nachmittag schneien. Die Temperaturen sinken in der Nacht zum Sonntag auf bis zu minus 13 Grad. "Es bleibt ordentlich kalt und die Menschen sollten sich dementsprechend verhalten", betonte eine Meteorologin. © dpa-infocom, dpa:260110-930-525716/1