Winterwetter: Hamburg atmet nach Schneesturm "Elli" durch

Datum10.01.2026 13:34

Quellewww.zeit.de

TLDRNach dem Schneesturm "Elli" normalisiert sich das Leben in Hamburg. Der Verkehr, einschließlich des Fern- und Regionalverkehrs der Deutschen Bahn, erholt sich, während der Hamburger Flughafen nach zahlreichen Flugausfällen wieder in Betrieb geht. Trotz winterlicher Wetterbedingungen und vereinzelter Verkehrsbehinderungen gab es keine schweren Unfälle. Kühle Temperaturen bleiben über das Wochenende, mit einer Warnung der Umweltbehörde vor unsicherem Eis auf Gewässern. Zudem wurden zwei Bundesliga-Spiele aufgrund des Winterwetters abgesagt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Winterwetter“. Lesen Sie jetzt „Hamburg atmet nach Schneesturm "Elli" durch“. Nachdem Schneesturm "Elli" das Leben ordentlich durcheinandergewirbelt hat, atmet Hamburg erst einmal durch. Der Verkehr in der Hansestadt normalisierte sich im Laufe des Sonnabends wieder. Die Deutsche Bahn kündigte an, ihren am Freitagmorgen unterbrochenen Fernverkehr in Norddeutschland am Mittag schrittweise wieder aufzunehmen. Auch der Regional- und S-Bahnverkehr normalisierte sich langsam. Auf den Straßen gab es nach Angaben der Polizei keine größeren Unfälle. Wegen des Sturmtiefs "Elli" kam es am Hamburger Flughafen zu Einschränkungen und Verzögerungen. Schon am Freitag wurden infolge des Sturmtiefs Flüge gestrichen. Bis Freitagmittag wurden 25 Starts und 22 Landungen abgesagt, teilte der Flughafen auf seiner Internetseite mit. Flugreisende wurden aufgefordert, sich vor Abflug bei ihrer Airline über den Status des Fluges zu informieren. Trotz Sturmtiefs verzeichnete die Polizei zunächst keine auffällige Verkehrslage in der Stadt. Neben Verkehrsbehinderungen durch zwei festgefahrene Lastwagen auf der A7 gab es wenige Glätteunfälle. Die Lage sei ruhiger als erwartet, was daran liege, dass viele Menschen zuhause geblieben seien, teilte ein Sprecher mit. Für den heutigen Samstag sei nur noch im südlichen Niedersachsen und an der Ostseeküste mit einigen Schneeschauern zu rechnen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Allerdings bleibt das Wetter winterlich. In der Nacht zu Sonntag soll es bitterkalt werden, in der Nacht zu Montag droht dann Glatteisgefahr. In der kommenden Nacht werde die trockene Luft "arktisch kalt", sagte der Meteorologe. Im Binnenland von Schleswig-Holstein und Niedersachsen dürften minus 10 Grad Celsius "das höchste der Gefühle in Sachen Wärme" werden. An den Küsten sollen die Temperaturen bei minus 5 bis minus 3 Grad Celsius liegen. Der Sonntag selbst wird dann überwiegend ohne Niederschlag erwartet. Anders soll sich die Wetterlage zum Wochenbeginn entwickeln. Aus Richtung Westen erwartet der DWD-Experte Niederschlag, der mit Schnee beginnt und dann in Regen übergeht. Das sei dann mit Glatteisgefahr verbunden. Im Laufe des Montags sollen es dann über 0 Grad Celsius werden und auch leichtes Tauwetter einsetzen. Die Hamburger Umweltbehörde warnte vor dem Betreten von teils gefrorenen Gewässern. Es besteht Einbruch- und Lebensgefahr, wie ein Sprecher der Umweltbehörde mitteilte. Zwar entstand auf einigen Gewässern schon eine Eisschicht, jedoch sei diese oft nur wenige Zentimeter dick. Dem Sprecher der Behörde zufolge braucht es viele Tage bei deutlichen Minustemperaturen, damit Gewässer wirklich sicher zufrieren. Das sei zurzeit nicht gegeben. "Deswegen können wir nur eindrücklich vor dem Betreten warnen", so der Sprecher. In der Fußball-Bundesliga führte das Schneechaos im Norden zu zwei Spielabsagen: Wenige Stunden nach dem Aus für die Partie des FC St. Pauli gegen RB Leipzig wurde auch das Spiel des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim gestrichen. © dpa-infocom, dpa:260110-930-525671/1