Datum20.10.2025 07:52
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Berlin-Mitte haben Bewohnerinnen und Bewohner mehrerer teilweise besetzter Häuser gegen eine geplante Räumung protests. Die Polizei ist mit rund 50 Kräften im Einsatz, um die Vollstreckung von 30 Räumungsbeschlüssen durch einen Gerichtsvollzieher zu unterstützen. Die Initiative "Leerstand Hab-ich-saath" kritisiert den Beschluss angesichts der steigenden Wohnungslosigkeit und des bevorstehenden Winters. Der Wohnkomplex, ursprünglich ein Pflegeheim, gehört der Immobilienagentur Arcadia Estates und soll abgerissen werden.
InhaltMehrere teilweise besetzte Häuser in Berlin-Mitte sollen geräumt werden. Dagegen protestieren jetzt die Bewohnerinnen und Bewohner. Dutzende Polizisten sind vor Ort. Wegen eines Protestes gegen die geplante Räumung von Gebäuden in der Habersaathstraße 40–48 ist die Polizei in Berlin-Mitte mit etwa 50 Kräften im Einsatz. In dem teilbesetzten Komplex leben neben ehemaligen Obdachlosen auch Hausbesetzer. Insgesamt sollen am Montag 30 Wohnungen geräumt werden. Laut Augenzeugenberichten waren Dutzende Menschen an der Protestaktion beteiligt. Es gebe immer wieder vereinzelt Feuerwerk aus einem Haus heraus, hieß es. Ein Gerichtsvollzieher will laut Polizeiangaben mehrere gerichtliche Räumungsbeschlüsse vollstrecken. "Unsere Kräfte unterstützen den Gerichtsvollzieher bei Bedarf im Rahmen der Amtshilfe", schrieb die Berliner Polizei auf der Plattform X. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die Einsatzkräfte gewährleisteten zudem den Schutz einer Versammlung in unmittelbarer Nähe, so die Polizei weiter. Die Initiative "Leerstand Hab-ich-saath" teilte mit, der Räumungsbeschluss sei angesichts steigender Wohnungslosigkeit in Berlin und des anstehenden Winters nicht hinnehmbar. Eigentümer des Wohnkomplexes ist die Immobilienagentur Arcadia Estates. Der in den Achtzigerjahren als Wohnheim für Pflegekräfte der Charité errichtete Bau soll geräumt und abgerissen werden. Allerdings scheiterten etliche Kündigungsversuche vor Gericht.