Datum10.01.2026 12:29
Quellewww.zeit.de
TLDRNorddeutschland hat die schlimmsten Auswirkungen des Sturmtiefs "Elli" hinter sich. Am Samstag gibt es nur in Teilen Niedersachsens und an der Ostsee Schneeschauer, während arktisch kalte Temperaturen von bis zu minus 10 Grad Celsius erwartet werden. In der Nacht zu Montag droht Glatteis, da Niederschläge von Schnee in Regen übergehen. Die Informationspolitik des Deutschen Wetterdienstes (DWD) trug dazu bei, dass die schwersten Befürchtungen ausblieben. Die Wetterlage bleibt unberechenbar.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Winterwetter“. Lesen Sie jetzt „Norddeutschland nach Tief "Elli" – Montag droht Glatteis“. Norddeutschland hat die schlimmsten Auswirkungen von Sturmtief "Elli" hinter sich. Für den heutigen Samstag sei nur noch im südlichen Niedersachsen und an der Ostseeküste mit einigen Schneeschauern zu rechnen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Allerdings bleibt das Wetter winterlich. In der Nacht zu Sonntag soll es bitterkalt werden, in der Nacht zu Montag droht dann Glatteisgefahr. In der kommenden Nacht werde die trockene Luft "arktisch kalt", sagte der Wetterkundler. Im Binnenland von Schleswig-Holstein und Niedersachsen dürften minus 10 Grad Celsius "das höchste der Gefühle in Sachen Wärme" werden. An den Küsten sollen die Temperaturen bei minus 5 bis minus 3 Grad Celsius liegen. Der Sonntag selbst wird dann überwiegend ohne Niederschlag erwartet. Anders soll sich die Wetterlage zum Wochenbeginn entwickeln. Aus Richtung Westen erwartet der DWD-Experte Niederschlag, der mit Schnee beginnt und dann in Regen übergeht. Das sei dann mit Glatteisgefahr verbunden. Im Laufe des Montags sollen es dann über 0 Grad Celsius werden und auch leichtes Tauwetter einsetzen. Durch den Wind, den "Elli" am Freitag mit sich gebracht hatte, war es schwierig, die Höhe des gefallenen Schnees exakt zu messen. "Das ist durch die Verwehungen erschwert worden", sagte der Experte. Im niedersächsischen Soltau seien es aber bis zu 23 Zentimeter, im Bremer Stadtgebiet 12 Zentimeter gewesen. Dass die schlimmsten Befürchtungen durch das Sturmtief ausgeblieben sind, hängt auch mit der Informationspolitik des DWD zusammen. Wetter sei immer ein "dynamischer Prozess", betonte der Meteorologe: "Bei einem kleinräumigen Tief ist es schwer vorherzusagen, wie es zieht." Deshalb gehe man bei den Warnungen etwas offensiver vor. © dpa-infocom, dpa:260110-930-525446/1