Winterwetter: Mecklenburg-Vorpommern im Griff des Frosts

Datum10.01.2026 12:12

Quellewww.zeit.de

TLDRMecklenburg-Vorpommern erlebt nach dem Sturm "Elli" Frost mit Temperaturen von bis zu minus zehn Grad. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert anhaltenden Dauerfrost über das Wochenende. Der Fernverkehr der Deutschen Bahn wird schrittweise wieder aufgenommen, jedoch bleibt mit Einschränkungen zu rechnen. Aufgrund des winterlichen Wetters kam es zu mehreren schweren Verkehrsunfällen in der Region. Die Polizei registrierte in nur einem Tag 30 witterungsbedingte Unfälle, wobei mehrere Personen schwer verletzt wurden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Winterwetter“. Lesen Sie jetzt „Mecklenburg-Vorpommern im Griff des Frosts“. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich nach den kalten Sturm "Elli" vorerst weiter auf Frost einstellen. In den kommenden Tagen soll es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) teilweise zweistellige Minusgrade geben. Der Dauerfrost halte über das Wochenende an. Am Samstag liegen die Temperaturen demnach abseits der Küste zwischen minus drei und minus einem Grad. In der Nacht zum Sonntag sollen es dann zwischen minus vier bis minus zehn Grad werden. "Wir kommen übers Wochenende richtig in den strengen Frostbereich rein", so DWD-Meteorologe Christian Paulmann. Am Dienstag könnten die Temperaturen auch wieder in den Plusbereich kommen. Dann kann es gebietsweise auch Regen geben. Sturmtief "Elli" lief am Freitag trotz zeitweiser Unwetterwarnung für Teile Mecklenburg-Vorpommerns glimpflich ab. Betroffen war MV aber von der Einstellung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn im Norden Deutschlands. Die Reederei Scandlines sagte Fahrten zwischen Rostock und dem dänischen Gedser ab. Von Nord nach Süd können am Samstag im Tagesverlauf leichter Schneefall oder Schneeschauer durchziehen. Dabei sind an der Küste weiter Schneeverwehungen wahrscheinlich. Die gab es auch schon am Freitag gerade an Straßen, die von Feldern umgeben sind.  Die Deutsche Bahn will den Fernverkehr am Samstagmittag wieder schrittweise aufnehmen. Trotzdem sei bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen, hieß es. Die Bahn bat alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator und auf der Internetseite der Bahn über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. Aufgrund des Wetters kam es am Freitag im Nordosten zu einigen Unfällen. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim, zwischen Hohen Pritz und Mestlin kam eine 25-Jährige mit ihrem Auto von der Straße ab und stieß gegen einen Baum. Sie wurde nach Polizeiangaben eingeklemmt und schwer verletzt mit einem Hubschrauber in die Uniklinik Rostock gebracht. In Bad Kleinen erlitt ein 50-Jähriger mehrere Rippenbrüche, als er mit seinem Postauto von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum stieß. Bei Krugsdorf im Landkreis Vorpommern-Greifswald verunglückte am Freitagabend ein 27-jähriger Autofahrer schwer. Er kam in einer Linkskurve von der Fahrbahn ab und überfuhr zwei Leitpfosten. Der Wagen überschlug sich mehrfach und blieb im Straßengraben liegen. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Greifswald gebracht. Stundenlang gesperrt war zudem die Autobahn 19 in Fahrtrichtung Berlin. Hier war ein Lastwagen von der Fahrbahn abgekommen und erst hinter einem Wildschutzzaun zum Stehen gekommen. Im Bereich Rostock gab es bei vier Unfällen Schwerverletzte. Bei drei Unfällen wurden Beteiligte leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Insgesamt registrierten die Beamten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rostock 30 witterungsbedingte Unfälle von Freitagmorgen bis Samstagmorgen. So kam ein 85-Jähriger am Freitagmittag in Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) mit seinem Wagen in einer Kurve von der Straße ab. Das Auto überschlug sich und kam auf dem Dach zum Liegen. Der 88-jährige Beifahrer erlitt schwere Verletzungen. © dpa-infocom, dpa:260110-930-524348/2