Datum10.01.2026 07:09
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie aktuellen Lese-Empfehlungen des SPIEGEL beleuchten neue wissenschaftliche Erkenntnisse über schwarze Löcher, insbesondere das supermassereiche Objekt Sagittarius A* im Zentrum der Milchstraße. Der Astrophysiker Florian Peißker hat entdeckt, dass einige Gas- und Staubwolken stabil um das schwarze Loch kreisen und Sterne, einschließlich junger Babysterne, entstehen können. Diese Entdeckungen stellen die Theorie infrage, dass schwarze Löcher nur als Zerstörer agieren. Zudem wird ein Zusammenhang zwischen schwarzen Löchern und der Entstehung von Galaxien in der Frühzeit des Universums diskutiert.
InhaltSchwarze Löcher, die neue Sterne schaffen, das biologische Wunder der Verwandlung und wie Airlines CO₂ sparen könnten: die Lese-Empfehlungen der Woche aus der Wissenschaftsredaktion des SPIEGEL. Das schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße galt lange als Todeszone; alle Materie, die ihm zu nah komme, werde verschluckt, hieß es. Doch nun zeigt sich ein anderes Bild: Der Kölner Astrophysiker Florian Peißker erforscht mit Riesenteleskopen das supermassereiche schwarze Loch Sagittarius A*. Er stößt dabei auf Phänomene, die gängigen Vorstellungen widersprechen. So hat er etwa Gas- und Staubwolken entdeckt, die stabil um das schwarze Loch kreisen. Offenbar geschützt genug, dass in ihrem Inneren Sterne entstehen. Sogar extrem junge Babysterne wurden nahe Sagittarius A* gefunden, obwohl ihre Geburt dort unmöglich sein sollte. Die Theorie, wonach etwa die starke Strahlung in der Umgebung eines schwarzen Lochs jede Sternentstehung verhindert, gerät damit ins Wanken. Mein Kollege Olaf Stampf sprach mit Peißker über seine Entdeckungen. Seine Geschichte lesen Sie hier. Schwarze Löcher könnten nicht nur kosmische Zerstörer sein, hat Olaf recherchiert, sondern unter bestimmten Bedingungen sogar als Geburtshelfer wirken. Indem sie Gaswolken anziehen und verdichten, könnten sie Sterne entstehen lassen, vielleicht sogar ganze Galaxien formen. Diese Idee führt bis an den Anfang des Universums zurück: Möglicherweise waren supermassereiche schwarze Löcher die ersten großen Strukturen nach dem Urknall und bildeten die Schwerkraftzentren, um die sich Galaxien überhaupt erst entwickelten. Herzlich,Ihre Kerstin Kullmann Besonders sprachbegabte Hunde wie Border Collie Miso aus Kanada lernen Wörter ganz nebenbei – so wie es etwa 18 Monate alte Kinder tun. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurde. Beim Spielen erwähnten die Besitzer beiläufig Begriffe für verschiedene Gegenstände, zum Beispiel Kuscheltiere. Die Hunde wählten später unter mehreren zuvor unbekannten Objekten korrekt aus, sie hatten sich die Bezeichnungen eingeprägt. Border Collie Miso kann zwischen rund 200 Spielzeugen unterscheiden. (Feedback & Anregungen? )