Datum09.01.2026 19:08
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Aleppo, Nordsyrien, haben Kämpfe zwischen syrischen Regierungstruppen und kurdischen Einheiten trotz einer kurzzeitigen Waffenruhe wieder begonnen. Die Kurden berichten von schweren Angriffen auf den Stadtteil Scheich Maksud durch die Truppen des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat sich die Lage drastisch verschärft. In den letzten Tagen sind mindestens 21 Menschen bei den Auseinandersetzungen gestorben. Die Situation bleibt angespannt und wird weiterhin beobachtet.
InhaltIn Nordsyrien hat es erneut schwere Gefechte zwischen Regierungstruppen und kurdischen Einheiten gegeben. Aktivisten sprechen von einer "drastischen Eskalation" der Lage. Nach einer kurzzeitigen Waffenruhe haben syrische Regierungstruppen die Kämpfe gegen bewaffnete kurdische Gruppen in der Großstadt Aleppo offenbar wieder aufgenommen. Die Kurden warfen den Truppen des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa und deren verbündeten Milizen vor, den kurdisch geprägten Stadtteil Scheich Maksud in Aleppo unter schweren Beschuss genommen zu haben. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die kurdischen Angaben. Die Situation sei "drastisch eskaliert", sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, die sich auf Angaben von Aktivisten vor Ort stützt, der Nachrichtenagentur dpa. In der vergangenen Nacht hatte die Armee zunächst eine Waffenruhe ausgerufen und bewaffnete Gruppen aufgefordert, die betroffenen Viertel zu verlassen. Seit mehreren Tagen liefern sich Truppen der islamistischen Übergangsregierung und kurdische Kämpfer in der syrischen Großstadt Gefechte. Mindestens 21 Menschen wurden dabei getötet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.