Datum09.01.2026 16:35
Quellewww.zeit.de
TLDRDie sächsische Wirtschaft fordert einen umfassenden Bürokratieabbau, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Unternehmensverband Sachsenmetall und die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft präsentieren Vorschläge, die auf einer Studie des Dresdner Instituts für Mittelstand basieren. Dazu gehören die Abschaffung alter Regeln für neue sowie eine konsequentere Verwaltungsdigitalisierung. Die Studie legt 27 konkrete Bürokratieprobleme dar und soll als Grundlage für Gespräche mit der Landespolitik dienen, um Unternehmen spürbar zu entlasten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wirtschaft“. Lesen Sie jetzt „Sächsische Wirtschaft liefert Vorschläge für Bürokratieabbau“. Der Unternehmensverband Sachsenmetall und die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft (VSW) fordern einen deutlich ambitionierteren Bürokratieabbau in Sachsen, einschließlich Sofortmaßnahmen und verbindlicher Ziele. Im Ergebnis einer Studie, die das Dresdner Institut für Mittelstand und Regionalentwicklung (Imreg) im Auftrag der Verbände erstellt hat, schlagen sie unter anderem vor, für neue Regeln alte abzuschaffen und die Verwaltungsdigitalisierung konsequenter voranzutreiben. Vereinfachte Meldepflichten, weniger Regulierung und schnellerer Visa- und Anerkennungsverfahren für ausländische Fachkräfte sollen die Unternehmen spürbar zu entlasten und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Sachsen sichern. Die vorliegende Studie solle als Diskussionsgrundlage für Gespräche mit der sächsischen Landespolitik dienen, sagte Sachsenmetall-Hauptgeschäftsführer Carsten Büttner der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Das Imreg hat nach eigenen Angaben fünfzehn Mitgliedsunternehmen zu bürokratischen Hürden befragt und die Lösungsvorschläge erarbeitet und 27 konkrete Bürokratieprobleme eingegrenzt. Typische Kritikpunkte der Befragten sind demnach doppelte Dokumentations- und Meldepflichten wegen fehlendem Datenaustausch unter Behörden, uneinheitliche Vorgehensweisen und Formulare von Kommune zu Kommune sowie nicht konsequent digitalisierte Prozesse, für deren Abschluss letztlich Postverkehr und Unterschriften nötig sind. Sachsenmetall vertritt zahlreiche Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen. Die VSW vertritt als Spitzenorganisation der sächsischen Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände die Bereiche Bau, Dienstleistung, Handel, Handwerk und Industrie. © dpa-infocom, dpa:260109-930-522636/1