Gefährdete Art: Erstmals Wildkatze in Prignitzer Schutzgebiet nachgewiesen

Datum09.01.2026 16:35

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg wurde erstmals eine Europäische Wildkatze nachgewiesen. Ein Monitoring, das seit 2025 läuft, entdeckte mittels Wildkamera und genetischer Analyse eine weibliche Wildkatze in der Prignitz. Das Gebiet gilt als geeigneter Lebensraum für die gefährdete Art, die große Waldgebiete benötigt. Ziel des Monitorings ist die Erfassung des Wildkatzenbestands in Brandenburg. Experten warnen, dass Wildkatzen gefährdet sind und Schutzmaßnahmen notwendig sind, um ihre Population zu sichern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gefährdete Art“. Lesen Sie jetzt „Erstmals Wildkatze in Prignitzer Schutzgebiet nachgewiesen“. Im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg ist erstmals eine Europäische Wildkatze nachgewiesen worden. Der bestätigte Fund in der Prignitz gelang bei einem seit Anfang 2025 laufenden Monitoring, wie die Reservatsverwaltung in Rühstädt (Kreis Prignitz) mitteilte. Das Schutzgebiet im Nordwesten Brandenburgs sei somit ein geeigneter Lebensraum für die streng geschützte Art.  Die Europäische Wildkatze (Felis silvestris) kommt in Brandenburg selten vor, bereitet sich aber laut Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland aus. Im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe hatte zunächst eine Wildkamera eine Katze an einem Kontrollpunkt erfasst. An einem dort aufgestellten Lockstab konnten Haare gesichert werden. Die genetische Untersuchung in einem Labor bestätigte eindeutig die Artzugehörigkeit und identifizierte das Tier als weiblich, wie es hieß. Ziel des Monitorings ist es, belastbare Daten zum Vorkommen der Wildkatze zu gewinnen.  In vier Bereichen des Reservats in der Prignitz wurden mit Baldrian präparierte Lockstäbe und Wildkameras installiert. Wildkatzen reagieren auf den Duft, reiben sich an den Hölzern und hinterlassen Haare, wie die Experten mitteilten. Exakte Fundorte werden zum Schutz der Tiere nicht veröffentlicht. Neben dem genetischen Nachweis gab es einen weiteren Bild-Hinweis auf eine Wildkatze. Haare konnte hier für eine Analyse aber nicht gesichert werden. Das Wildkatzen-Monitoring werde in den kommenden Jahren fortgesetzt, hieß es.  Nach Angaben des Bundesumweltministeriums braucht die Wildkatze große, zusammenhängende Waldgebiete, denn auf der Suche nach Nahrung oder Geschlechtspartnern kann sie über 100 Kilometer zurücklegen. Sie schläft und zieht ihre Jungen in Felsspalten oder Baumhöhlen auf.  Wildkatzen, die optisch leicht mit Hauskatzen verwechselt werden können, gelten als gefährdet. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz startete ein Wildkatzen-Monitoring und will den Bestand in Brandenburg besser erfassen. © dpa-infocom, dpa:260109-930-522646/1