Datum09.01.2026 14:55
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Jehmlich-Orgel der Dresdner Kreuzkirche wird in den kommenden Wochen umfassend saniert, um sie auf modernen Stand zu bringen. Die Kosten von rund 185.000 Euro werden durch Eigenmittel, Zuschüsse und Spenden gedeckt. Die Orgel, mit 6.293 Pfeifen und über 80 Registern, ist das größte Instrument in Sachsen. Die Arbeiten umfassen die Reinigung, Prüfung der Stimmvorrichtungen und eine grundlegende Modernisierung der Elektrik. Der Umbau soll bis Ende März abgeschlossen sein. Während der Sanierung wird die Orgel nicht gespielt, eine Ersatzorgel wird genutzt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Musik“. Lesen Sie jetzt „Jehmlich-Orgel der Dresdner Kreuzkirche wird saniert“. Die Jehmlich-Orgel in der Kreuzkirche Dresdner wird in den kommenden Wochen einer Verjüngungskur unterzogen. Nach Angaben der Kirchgemeinde soll das Instrument auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Verantwortlich ist jene Firma, die das 1963 geweihte Instrument schuf - die Orgelbaufirma Jehmlich aus Dresden. Die Kosten belaufen sich auf rund 185.000 Euro und werden durch Eigenmittel der Gemeinde, Zuschüsse der Landeskirche und Spenden aufgebracht, wie es hieß. Die derzeitige Orgel ist mit 6.293 Pfeifen und mehr als 80 Registern und vier Manualen das mit Abstand größte Instrument in der sächsischen Landeshauptstadt und zugleich eines der größten im Freistaat. Nach einer grundlegenden Sanierung in den Jahren 2005 bis 2008 gilt sie als Meisterwerk, das optimal mit der Raumakustik harmoniert. Die nun begonnenen Maßnahmen sollen dazu dienen, dieses künstlerische Erbe für die Zukunft zu bewahren. Die Arbeiten sind bis Ende März geplant. In einem ersten Schritt sollen Teilwerke der Orgel gründlich gereinigt und die Funktionsfähigkeit der Stimmvorrichtungen geprüft werden, wie die Kirchgemeinde mitteilte. Zudem werde die gesamte Elektrik grundlegend modernisiert, um den heutigen Sicherheits- und Leistungsanforderungen zu entsprechen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erneuerung der fast 20 Jahre alten elektronischen Steuerung der Registertraktur und der Speichermöglichkeiten der Orgelregistrierungen, die schnelle klangliche Wechsel ermöglichen. Sowohl Registrierungen aufwendiger Orgelwerke als auch Registrierungen verschiedener Organisten könnten künftig nahezu unendlich gesichert abgespeichert werden, hieß es weiter. Durch den Einbau einer digitalen Schnittstelle werde das Instrument künftig sogar fernsteuerbar und kombinierbar mit elektronischen Instrumenten sein. Auch die Wartung vereinfache sich. Eine neu installierte Fernsteuerung der Tasten erlaubt es, die Orgel künftig mit nur einer Person zu stimmen. Während der gesamten Bauphase wird die Jehmlich-Orgel nicht zu hören sein. Die musikalische Gestaltung der Vespern und Gottesdienste ist dennoch gesichert. Als Ersatz dient die Orgel aus der Werkstatt von Kristian Wegscheider, die während dieser Zeit permanent im Altarbereich steht. © dpa-infocom, dpa:260109-930-521637/1