»Stunde der Wintervögel«: Wer sitzt denn da am verschneiten Vogelhäuschen?

Datum09.01.2026 14:50

Quellewww.spiegel.de

TLDRDer Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft zur Teilnahme an der "Stunde der Wintervögel" auf, die von Freitag bis Sonntag stattfindet. Vogelfreunde sollen eine Stunde lang Vögel beobachten und zählen, um den Zustand der heimischen Vogelwelt zu erfassen. Die Aktion, die bereits zum 16. Mal durchgeführt wird, fokussiert auf häufige Arten wie Meisen, Finken und Spatzen. In diesem Jahr könnten aufgrund des Frosts mehr Vögel an Futterhäusern erscheinen. Beobachtungen können bis zum 19. Januar gemeldet werden.

InhaltWie steht es um Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen? Der Nabu ruft Interessierte zum Zählen auf. So sollen Erkenntnisse über den Zustand der heimischen Vogelwelt gewonnen werden. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat zur bundesweiten Zählung der Wintervögel aufgerufen. An der jährlichen Aktion "Stunde der Wintervögel" können sich Vogelfreunde von diesem Freitag bis Sonntag beteiligen, wie der Nabu in Berlin mitteilte. Die Erhebung soll Erkenntnisse über den Zustand der Vogelwelt in Siedlungsräumen liefern. Eine Stunde lang sollen Vögel am Fenster, am Futterhäuschen, im Garten oder im Park beobachtet, gezählt und gemeldet werden. Die Aktion findet bereits zum 16. Mal statt und wird gemeinsam mit dem bayerischen Landesbund für Natur- und Vogelschutz (LBV) organisiert. Im Fokus stehen häufige Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Die Beobachtungen können bis zum 19. Januar unter www.stundederwintervoegel.de  sowie über die App Nabu Vogelwelt gemeldet werden. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 122.000 Menschen in ganz Deutschland an der Zählung. Nabu-Naturschutzexperte Julian Heiermann wies darauf hin, dass der zuletzt anhaltende Frost mit Schneefall dafür sorgen könnte, dass sich mehr Wintervögel an den Futterhäusern einfinden. "Bei geschlossener Schneedecke und gefrorenem Boden ist es für viele Arten deutlich schwerer, Futter in der Natur zu finden." Sie nähmen dann besonders gern die Zufütterung an. Bei der Zufütterung sei vor allem auf Qualität zu achten. Körner- und Fettfutter aus dem Fachhandel in Bioqualität eignen sich demnach am besten: "Sonnenblumenkerne mögen fast alle Arten." Typische Wintervögel sind heimische Arten wie Haus- und Feldsperling, Kohl- und Blaumeise, Amsel oder Rotkehlchen. Es können aber auch Vögel aus Skandinavien wie Bergfinken und Erlenzeisige auftauchen, die hierzulande überwintern.