Datum19.10.2025 11:54
Quellewww.spiegel.de
TLDRIm Pariser Louvre kam es zu einem Einbruchdiebstahl, bei dem unbekannte Täter Schmuckstücke aus der Sammlung Napoleons III. entwendeten. Das Museum bleibt geschlossen, während die Polizei ermittelt. Die Einbrecher benötigten nur vier Minuten und nutzten eine Bauzeltöffnung, um in die Galerie d’Apollon zu gelangen. Insgesamt sollen neun wertvolle Schmuckstücke, darunter ein Diadem und eine Brosche, gestohlen worden sein. Ein Teil der Beute wurde bereits in der Nähe gefunden. Der Vorfall brachte das kulturelle Erbe in Gefahr.
InhaltBei einem Einbruch in das Pariser Museum Louvre haben Unbekannte Schmuckstücke gestohlen. Laut französischem Innenministerium sollen Teile aus der Sammlung Napoleons III. fehlen. Das Museum bleibt am Sonntag geschlossen. Am Morgen hat es einen Einbruchdiebstahl im weltberühmten Louvre in Paris gegeben. Die Polizei sei im Einsatz, das Museum bleibe heute geschlossen, sagte Kulturministerin Rachida Dati. Es gab demnach keine Verletzten. Eines der gestohlenen Schmuckstücke wurde nahe dem Museum gefunden und wird inzwischen untersucht. Die Täter haben nach Angaben von Dati für ihren Beutezug lediglich vier Minuten benötigt. "Das sind Profis", sagte die Ministerin dem Sender TF1. Sie habe Aufnahmen der Videoüberwachung gesehen. "Sie greifen niemanden an, sie gehen ganz ruhig hinein. In vier Minuten zerstören sie Vitrinen, nehmen ihre Beute und verschwinden ohne jegliche Gewaltanwendung." Wie die Zeitung "Le Parisien" unter Verweis auf die Ermittler berichtete, sollen die Diebe neun Stücke aus der Schmucksammlung Napoleons III. und der Kaiserin Eugénie erbeutet haben, darunter eine Halskette, eine Brosche und ein Diadem. Am Vormittag bestätigte der amtierende Innenminister Laurent Nuñez, dass die Diebe Schmuckgegenstände erbeutet hätten. Dass es dabei um die Schmucksammlung Napoleons III. geht, bestätigte er zunächst nicht, verwies aber auf den außerordentlichen Wert der Beutestücke. Die Einbrecher hätten sich auf "zwei Vitrinen" konzentriert, sagte Nuñez. In einer Mitteilung des Ministeriums heißt es: "Die Ermittlungen haben begonnen, und eine detaillierte Liste der erbeuteten Stücke wird gerade zusammengestellt. Über ihren Marktwert hinaus haben diese Gegenstände einen unschätzbaren kulturellen und historischen Wert." Der Louvre zählt zu den berühmtesten Attraktionen der französischen Hauptstadt und war mit fast neun Millionen Besuchern 2024 das weltweit meistbesuchte Museum. Laut "Le Parisien" sollen die vollständig vermummten Täter über die zur Seine gelegene Gebäudeseite, wo gerade Bauarbeiten stattfinden, in das Museum eingedrungen sein. Dem Bericht zufolge sollen sie einen Lastenaufzug und einen Trennschleifer benutzt haben, um in den gewünschten Ausstellungsraum in der Galerie d’Apollon im ersten Stock einzudringen. Wie die Zeitung weiter berichtet, sollen die Täter ein Fenster eingeschlagen haben, zwei Männer seien daraufhin ins Innere eingedrungen, ein dritter Mann soll draußen Wache gestanden haben. Mehreren Medien zufolge kamen die mutmaßlichen Täter mit Motorrollern vor dem Museum an und waren mit kleinen Motorsägen ausgerüstet. Laut der AFP ereignete sich der Diebstahl zwischen 9.30 und 9.40 Uhr. Anmerkung: Zunächst hatten die Behörden von einem Raubüberfall gesprochen. Es handelte sich aber um einen Einbruchdiebstahl. Wir haben die Meldung entsprechend umformuliert und um neue Details ergänzt.