Datum08.01.2026 20:14
Quellewww.zeit.de
TLDRFrankreich wird am Freitag gegen das EU-Mercosur-Abkommen stimmen, erklärt Präsident Emmanuel Macron. Die politische Ablehnung in Frankreich sei klar, trotz gewisser Fortschritte im Abkommen. Macron kritisiert, dass es auf veralteten Grundlagen basiert und nur begrenzte wirtschaftliche Vorteile für die EU bietet. Zudem befürchten französische Landwirte eine unfaire Konkurrenz durch günstigere Importe aus den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay, was ihre Ablehnung des Abkommens verstärkt.
InhaltFrankreich wird am Freitag auf EU-Ebene gegen den Handelsdeal mit den Mercosur-Staaten stimmen. Das Abkommen stamme aus einer anderen Zeit, sagt Emmanuel Macron. Frankreich wird dem Mercosur-Handelsdeal an diesem Freitag in Brüssel nicht zustimmen. Das teilte der französische Präsident Emmanuel Macron mit. Die Ablehnung Frankreichs zu dem Abkommen war erwartet worden. Auf X schrieb Macron, die jüngsten Debatten in der französischen Nationalversammlung und im Senat hätten deutlich gezeigt, dass das Abkommen in Frankreich politisch einstimmig abgelehnt werde – trotz unbestreitbarer Fortschritte und Nachbesserungen. "Vor diesem Hintergrund wird Frankreich gegen die Unterzeichnung des Abkommens stimmen", sagte Frankreichs Staatsoberhaupt. Zwar befürworte Frankreich den internationalen Handel, sagte Macron. Doch das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay sei aus einer anderen Zeit. Zu lange sei es auf einer zu alten Grundlage ausgehandelt worden. Weiter kritisierte der französische Präsident, das Abkommen habe nur einen sehr begrenzten Einfluss auf das Wirtschaftswachstum in Frankreich und der EU, was es nicht rechtfertige, den sensiblen Agrarsektor zu gefährden. Frankreichs Landwirte lehnen den Handelspakt ab, weil sie unverhältnismäßige Konkurrenz durch günstige Importe aus Südamerika fürchten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.