Es wird überall frieren: NRW rüstet sich für die klirrende Kälte

Datum08.01.2026 18:58

Quellewww.zeit.de

TLDRNordrhein-Westfalen bereitet sich auf extreme Kälte durch das Wintertief Elli vor. Am Wochenende wird mit Temperaturen bis zu minus sieben Grad tagsüber und minus 13 Grad nachts gerechnet. Glätte und Schnee, bis zu 20 Zentimeter in höheren Lagen, werden erwartet. Einige Schulen ermöglichen Eltern die Entscheidung, ihre Kinder zuhause zu lassen, während der Kreis Paderborn zu vorsichtigen Fahrten aufruft. Außerdem hat Dortmund zusätzliche Notschlafstellen für Obdachlose eröffnet, um Kältetote zu verhindern.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Es wird überall frieren“. Lesen Sie jetzt „NRW rüstet sich für die klirrende Kälte“. Das Wintertief Elli bringt am Wochenende Schnee, Sturm und Glätte nach Nordrhein-Westfalen. Für Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) zwar noch mit Tauwetter von bis zu fünf Grad plus, der Wind nimmt aber zu und erreicht bis zu 70 Kilometer pro Stunde. Am Abend wird es klirrend kalt. Am Samstag und Sonntag wird es der Prognose zufolge überall in Nordrhein-Westfalen durchgehend frieren - am Wochenende sinken die Temperaturen tagsüber auf bis zu minus sieben Grad, nachts auf bis zu minus 13 Grad. Vor glatten Straßen und glatten Gehwegen wird gewarnt. In der Nacht zu Samstag wird es in NRW wohl kräftig schneien, im Bergland werden bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet und in tieferen Lagen bis zu 10 Zentimeter Neuschnee. Am Sonntag soll es heiter bis wolkig und niederschlagsfrei sein: Wer einen dicken Mantel hat, könnte dann bei einem Spaziergang auf seine Kosten kommen und Kinder können sich beim Schlittenfahren austoben. Grundvoraussetzung für das Familienvergnügen am Sonntag: Warm genug angezogen sein. Zu Beginn des Wochenendes führten die Folgen des Sturmtiefs Elli aber zu Sorgenfalten an Schulen. Einige Grundschulen in Düsseldorf und Umgebung stellten den Eltern frei, ob sie ihre Kinder am Freitag zur Schule schicken oder daheim lassen. Ein Sprecher des Schulministeriums verwies auf eine Regelung, der zufolge bei extremen und plötzlich auftretenden Witterungsverhältnissen die Eltern entscheiden können, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar sei. Wer kann, der sollte sein Auto in der Garage lassen. So appellierte der Kreis Paderborn mit Blick auf die erwartete Glätte samt stürmischen Windes an seine Bürgerinnen und Bürger, Fahrten möglichst zu vermeiden oder zumindest langsam zu fahren und größere Abstände zum Vorausfahrenden einzuhalten. Besonders auf Brücken oder auf abschüssigen Straßen sowie im Schatten sei Vorsicht geboten. Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte an festes Schuhwerk denken.  Besonders hart dürften die Folgen der harschen Witterungsbedingungen die Ärmsten der Gesellschaft treffen. Um Kältetote oder Verletzungen durch Kälte zu vermeiden, richtete die Stadt Dortmund zusätzliche Notschlafstellen für Obdachlose ein. Diese Extra-Betten sind für diejenigen gedacht, die bislang in Parks, an Straßen und anderen Stellen des öffentlichen Raums übernachten. "Niemand muss in Dortmund im Freien übernachten", hieß es in einer Mitteilung der Ruhrgebietsstadt. © dpa-infocom, dpa:260108-930-517207/1