Tarifstreit: Verdi ruft Landesbedienstete zum Warnstreik auf

Datum08.01.2026 16:16

Quellewww.zeit.de

TLDRVerdi hat Landesbedienstete in Niedersachsen zum Warnstreik am 14. Januar aufgerufen, einen Tag vor den nächsten Tarifverhandlungen. Die Forderung lautet auf sieben Prozent mehr Gehalt oder mindestens 300 Euro monatlich. Verdi sieht den Warnstreik als Signal für ein faires Angebot, nachdem die erste Verhandlungsrunde im Dezember erfolglos verlief. Bereits am Dienstag hatten 500 Beschäftigte in Kiel für höhere Löhne demonstriert. Die Arbeitgeber, vertreten durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder, halten die Forderungen für unbezahlbar.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tarifstreit“. Lesen Sie jetzt „Verdi ruft Landesbedienstete zum Warnstreik auf“. In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst in den Ländern erhöht Verdi den Druck und ruft kommende Woche in Niedersachsen zum Warnstreik auf. Einen Tag vor der nächsten Verhandlungsrunde sollen kommenden Mittwoch (14. Januar) Landesbedienstete in den Ausstand treten, wie Verdi mitteilte. Beteiligen sollen sich unter anderem Beschäftigte der Leibniz Universität Hannover, des staatlichen Baumanagements, des zentralen IT-Dienstleisters und der Straßenmeistereien. In Hannover sind am Vormittag zwei Kundgebungen geplant. Nach einem ergebnislosen Auftakt der Tarifrunde im Dezember treffen die Spitzen der Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb am 15. und 16. Januar erneut mit den Arbeitgebern der Landesbeschäftigten zusammen. Verdi und dbb fordern sieben Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten der Länder, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lehnt das als unbezahlbar ab.  "Dieser erste Warnstreik ist ein klares Signal: Die Beschäftigten stehen zusammen, und sie erwarten ein faires und verhandelbares Angebot in der nächsten Runde", sagte Tarifkoordinatorin bei Verdi Hannover-Heide-Weser, Juliane Fuchs, laut Mitteilung. "Wenn die Arbeitgeber auch in der kommenden Verhandlung kein Angebot vorlegen, bleibt uns keine andere Wahl, als den Druck zu erhöhen." Am Dienstag hatten bereits in Kiel rund 500 Landesbedienstete bei einem Warnstreik vor der Staatskanzlei für höhere Löhne demonstriert. Teilnehmer bildeten eine Menschenkette vom Finanzministerium bis zum Regierungssitz des Ministerpräsidenten. © dpa-infocom, dpa:260108-930-516307/1