Datum20.10.2025 07:39
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Meeresspiegel steigt schneller als je zuvor in den letzten 4.000 Jahren, insbesondere in den letzten 120 Jahren. Eine Untersuchung der Rutgers University zeigt, dass die Erwärmung der Ozeane und das Schmelzen von Gletschern und Eisschilden in Grönland und der Antarktis die Hauptursachen sind. Die Gletscher reagieren schneller auf Veränderungen, da sie kleiner sind als die großen Eisschilde. Yucheng Lin, die Studienleiterin, betont die zunehmende Beschleunigung des Schmelzprozesses in Grönland.
InhaltDer Meeresspiegel ist in 120 Jahren so schnell gestiegen wie seit Tausenden Jahren nicht mehr. Grund sind die Ausdehnung wärmerer Meere und schmelzende Gletscher. In den vergangenen 120 Jahren zwischen 1900 und 2020 ist der weltweite Meeresspiegel deutlich schneller gestiegen als zu jeder anderen Zeit in den vergangenen 4.000 Jahren. Das geht aus einer Untersuchung der Rutgers University in Piscataway im US-Bundesstaat New Jersey hervor. Die Forscher untersuchten dabei die Veränderungen des globalen Meeresspiegels der vergangenen 12.000 Jahre. Wie die Forschergruppe in der Fachzeitschrift Nature schreibt, geht der derzeitige Anstieg hauptsächlich auf zwei Effekte zurück. Einerseits wird das Wasser in den Ozeanen wärmer und dehnt sich dabei aus. Andererseits fließt durch das Abschmelzen von Gebirgsgletschern sowie der Eisschilde in Grönland und der Antarktis mehr Wasser in die Ozeane. "Die Gletscher reagieren schneller, weil sie kleiner sind als die Eisschilde, die oft die Größe von Kontinenten haben", wird Yucheng Lin, die Leiterin der Gruppe, in einer Mitteilung seiner Universität zitiert. "In Grönland sehen wir derzeit eine immer stärkere Beschleunigung." Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.