Bürgermeisterwahlen: AfD-Landeschef nach Stichwahlen gegen Briefwahl

Datum20.10.2025 07:24

Quellewww.zeit.de

TLDRNach den Bürgermeisterstichwahlen in Oranienburg und Bad Freienwalde, bei denen die AfD-Kandidaten unterlagen, fordert AfD-Landeschef René Springer die Abschaffung der Briefwahl. Er kritisiert, dass die Briefwahlergebnisse schlechter ausfallen als die Urnenwahlergebnisse und hält die Briefwahl für manipulationsanfällig. In Oranienburg gewann die SPD-Kandidatin Jennifer Collin-Feeder (59,6%), während die AfD-Anja Waschkau nur 40,4% erhielt. In Bad Freienwalde verlor AfD-Kandidat Frank Vettel gegen die CDU-Kandidatin mit 48,4%. Springer sieht trotz der Niederlagen die AfD als starke Kraft in Brandenburg.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bürgermeisterwahlen“. Lesen Sie jetzt „AfD-Landeschef nach Stichwahlen gegen Briefwahl“. Nach dem Unterliegen der AfD-Kandidatin und des -Kandidaten bei den Stichwahlen in Oranienburg und Bad Freienwalde fordert die AfD ein Ende der Briefwahl. "Auffällig ist erneut, dass die Briefwahlergebnisse deutlich schlechter ausfallen als die Ergebnisse der Urnenwahl am Wahltag selbst. Dieses Muster zieht sich durch nahezu alle Wahlen und wirft Fragen auf", teilte AfD-Landeschef René Springer mit. "Wir halten die Briefwahl für manipulationsanfällig und setzen uns deshalb für ihre Abschaffung ein." In der fünftgrößten Stadt Oranienburg (Kreis Oberhavel) gewinnt die SPD-Kandidatin Jennifer Collin-Feeder das Rennen um das Bürgermeisteramt klar mit 59,6 Prozent vor der AfD-Bewerberin Anja Waschkau mit 40,4 Prozent. Bei der Briefwahl kam Collin-Feeder auf 72,6 Prozent vor Waschkau mit 27,4 Prozent. In Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) unterlag der AfD-Kandidat Frank Vettel mit 48,4 Prozent der CDU-Bewerberin Ulrike Heidemann, die 51,6 Prozent erreichte und Bürgermeisterin wird. Die Briefwahl entschied das Gesamtergebnis: Bei der Urnenwahl lag Vettel mit 54,7 Prozent vorn, bei der Briefwahl kam er nur auf 35,6 Prozent. Heidemann holte bei der Briefwahl 64,4 Prozent, bei der Urnenwahl 45,3 Prozent. Auch bei den vorangegangenen Wahlen konnte die AfD bisher kein Rathaus holen. Der AfD-Landesvorsitzende wertete die Ergebnisse trotz verpasster Gewinne in beiden Städten als positiv. "Beide haben in einem schwierigen Umfeld eindrucksvoll gezeigt, dass die AfD in Brandenburg auf kommunaler Ebene zur echten Volkspartei geworden ist", sagte Springer. "Die Ergebnisse zeigen auch: Die Brandmauer der Altparteien und die politische Verfolgung durch den Verfassungsschutz schwächen uns nicht – sie stärken uns." © dpa-infocom, dpa:251020-930-182865/1