Datum08.01.2026 13:30
Quellewww.spiegel.de
TLDRDas Sturmtief "Elli" bringt in Norddeutschland erhebliche Schulausfälle. In Hamburg und Bremen bleibt der Präsenzunterricht am Freitag komplett aus, während in Niedersachsen viele Schulen schließen oder auf Distanzunterricht umstellen. Sicherheitsbedenken wegen des angekündigten Neuschnees und stürmischer Winde führen zu diesen Maßnahmen. Eltern können ihre Kinder in Niedersachsen und Sachsen auf eigenen Wunsch zu Hause lassen. Die Schulen in Schleswig-Holstein haben noch keine Entscheidung über die Öffnung getroffen.
InhaltSturmtief "Elli" sorgt für Schulausfälle in Norddeutschland. Hamburg und Bremen streichen den Präsenzunterricht am Freitag komplett. Auch in Niedersachsen bleiben die Schule in vielen Städten und Landkreisen geschlossen. Es schneit in Norddeutschland. Am Freitag soll es noch einmal bis zu 15 Zentimeter Neuschnee geben, dazu kommen stürmische Böen. Da fällt der Schulweg vielerorts schwer. Deshalb reagieren nun die Städte und Landkreise. (Den SPIEGEL-Newsblog zu Sturmtief "Elli" und den Auswirkungen finden Sie hier) Wegen des angekündigten Schneefalls fällt in Bremen am Freitag der reguläre Unterricht in den Schulen aus. "Das gilt für die Schulen in Bremen und Bremerhaven", teilte das Bildungsressort mit. Demnach ist Distanzunterricht geplant. Die Schulen in Bremen und Bremerhaven sollen eine Notbetreuung sicherstellen. Die Schülerbeförderung finde aus Sicherheitsgründen nicht statt. Die Schulen in Hamburg bleiben am Freitag geschlossen. Kinder bis zur sechsten Klasse sollen noch am Donnerstag mit Unterrichtsmaterialien ausgestattet werden. Für Jugendliche der Klassen 7 bis 13 soll es ein digitales Unterrichtsangebot geben, teilt der Landesschulrat in einem Schreiben an alle Schulen mit. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass es eine Ganztagsnotbetreuung gebe. Das Bildungsministerium in Schwerin hat angesichts der Wetterprognosen auf die Regelungen für den Schulbetrieb in der Winterzeit hingewiesen. Die Schulen seien grundsätzlich geöffnet und für alle Jahrgangsstufen finde Unterricht statt, so das Ministerium am Mittwoch. Sollten Schülerinnen und Schüler wegen des Wetters Schwierigkeiten haben, zur Schule zu kommen, müssten sie von ihren Erziehungsberechtigten telefonisch oder per E-Mail abgemeldet werden. Wegen des Winterwetters bleiben die Schulen in weiten Teilen Niedersachsens am Freitag geschlossen. Mehr als die Hälfte der Landkreise und Städte teilte mit, dass der Unterricht ausfällt oder als Distanzunterricht stattfindet. Grund ist meist, dass die Schulbusse nicht fahren. Die Entscheidung, ob der Unterricht witterungsbedingt ganz oder in Teilen ausfällt, treffen in Niedersachsen die Landkreise und kreisfreien Städte. Um das aktuelle Wetter zu berücksichtigen, passiert das laut Kultusministerium meist am Vorabend oder am frühen Morgen des Schultags. Bereits am Donnerstag blieben vor allem im Nordwesten des Bundeslandes viele Schulen geschlossen. Auch wenn die Schule nicht offiziell geschlossen ist, können Eltern ihre Kinder bis zur zehnten Klasse zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen, falls sie Probleme auf dem Schulweg befürchten. Die Schulen in Sachsen können aufgrund des erwarteten Schneefalls selbst entscheiden, ob sie geöffnet bleiben. Es liege in der Eigenverantwortung der Schulen, wie sie vorgingen, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Der Schulweg liege in der Verantwortung der Eltern, so der Sprecher weiter. Die Eltern könnten ihre Kinder zu Hause lassen, wenn ihnen der Weg zur Schule für ihre Kinder zu gefährlich erscheine. Die Eltern müssten aber die Schule darüber rechtzeitig informieren. Noch ist unklar, ob die Schulen in Schleswig-Holstein am Freitag öffnen. Am frühen Abend solle die Lage im Land abschließend bewertet werden und eine Entscheidung darüber fallen, ob und in welchen Landesteilen Unterricht ausfallen wird, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums am Vormittag. Auf den nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr fiel bereits am Donnerstag die Schule aus. Aufgrund der aktuellen Wetterlage sei der Linienbusverkehr auf den Inseln eingestellt, teilte das Amt Föhr-Amrum mit. Wann Erwachsene bei Schneesturm und Glatteis nicht zur Arbeit müssen, lesen Sie hier.