Datum08.01.2026 12:36
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Berliner Unfallkrankenhaus werden seit Tagen zahlreiche Patienten nach Glatteis-Unfällen behandelt, darunter viele mit Knochenbrüchen und Kopfverletzungen. Aufgrund der hohen Patientenzahlen und der zusätzlichen Bölleropfer von Silvester ist das Krankenhaus "am Anschlag". Die Sprecherin empfiehlt, Risiken zu vermeiden und rät zur Nutzung von Spikes an Schuhen. Während die Charité einen leichten Anstieg in den Notaufnahmen verzeichnet, sind die Menschen vorsichtiger als in der Vergangenheit. Eine Notdienstpraxis hilft bei weniger schweren Verletzungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Glatteis“. Lesen Sie jetzt „Unfallkrankenhaus wegen Glätte "am Anschlag"“. Im Berliner Unfallkrankenhaus werden zurzeit zahlreiche Menschen nach Glatteis-Unfällen behandelt. Seit Tagen kämen Menschen mit Knochenbrüchen, Platzwunden am Kopf oder Schädelhirntraumata in die Rettungsstelle, sagte Sprecherin Angela Kijewski. "Es gibt lange Warteschlangen, wir können nur empfehlen, jedes Risiko zu meiden." Sie empfehle, Spikes an den Schuhen zu befestigen, das sorge für einen besseren Halt. "Passen sie auch auf ihre Nachbarn auf oder fragen sie, ob sie für ältere Menschen Dinge besorgen können, um ihnen den Weg zu ersparen", so die Bitte der Sprecherin. Nicht nur wegen der Glätte, auch wegen Silvester und den zahlreichen Bölleropfern habe das Krankenhaus seit Tagen alle Hände voll zu tun. "Wir sind am Anschlag", sagte Kijewski. Zum Glück gebe es am Unfallkrankenhaus eine Notdienstpraxis für Erwachsene der Kassenärztlichen Vereinigung, die sich um weniger schwer verletzte Menschen kümmere. Nach Angaben von Charité-Sprecher Markus Heggen gab es in den Notaufnahmen der Universitätsmedizin in den vergangenen Tagen nur einen leichten Anstieg der Patientenzahlen aufgrund von Stürzen. "Im Gegensatz zur Glätte nach Weihnachten sind viele Menschen offenbar gut informiert und vorsichtiger. Wir rechnen dennoch mit Verletzten, die nun infolge der kommenden ungemütlichen Witterung versorgt werden müssen." Die Mitarbeitenden der Notaufnahmen der Charité hätten eine langjährige Erfahrung mit solchen Situationen, die Personalplanung orientiere sich daran. © dpa-infocom, dpa:260108-930-514380/1