Ein Bündnis prominenter Grünenpolitiker fordert einen Pflichtdienst für junge Menschen – in Uniform, im Pflegeheim oder beim Katastrophenschutz

Datum20.10.2025 07:00

Quellewww.spiegel.de

TLDREin Bündnis prominenter Grünenpolitiker fordert ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für junge Menschen nach der Schule, das neun bis zwölf Monate dauert. Der Vorschlag, initiiert von Niklas Wagener, sieht vor, dass der Dienst in der Bundeswehr, im Katastrophenschutz oder in sozialen Einrichtungen absolviert wird. Der Antrag soll beim Bundesparteitag Ende November diskutiert werden und wird von 89 Parteimitgliedern unterstützt, darunter Landespolitikerinnen und Bundestagsabgeordnete. Ziel ist es, militärische, zivile und soziale Elemente zu kombinieren.

InhaltDie Bundesregierung diskutiert über einen neuen Wehrdienst, prominente Grünenpolitiker sprechen sich nun für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für alle jungen Menschen aus. In der Diskussion über einen neuen Wehrdienst sprechen sich mehrere prominente Grünenpolitiker für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr aus. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, gibt es einen entsprechenden Antrag für den Bundesparteitag Ende November. Der Vorschlag sieht vor, dass alle jungen Menschen den Dienst nach Ende ihrer Schulpflicht absolvieren – spätestens bis sie 28 Jahre alt sind. Das Gesellschaftsjahr soll neun bis zwölf Monate dauern und wahlweise in der Bundeswehr, im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz oder in sozialen Einrichtungen abgeleistet werden. Initiator des Antrags ist der Bundestagsabgeordnete und Verteidigungsexperte Niklas Wagener. Er sagte dem RND, das Gesellschaftsjahr solle "keine Rückkehr zur alten Wehrpflicht" sein, sondern ein Projekt, das "militärische, zivile und soziale Elemente zusammenführt". Unterstützt wird der Vorstoß von 89 Parteimitgliedern. Darunter sind Landespolitikerinnen wie die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank. Auch der Bundestagsabgeordnete Tarek Al-Wazir, der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag Anton Hofreiter sowie der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Quentin Gärtner sprechen sich für den Vorschlag aus. Die bayerische Grünen-Fraktionschefin Schulze begründete ihre Unterstützung mit den Worten: "Es ist an der Zeit, die Frage zu stellen: Was kannst du für dein Land tun?"