Datum08.01.2026 11:52
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hat ein Betrugsverfahren gegen eine Polizistin eingestellt, die wegen ihres Geschlechterwechsels vom Mann zur Frau unter Verdacht geraten war. Die Ermittlungen wurden mangels Strafbarkeit beendet. Die Polizeiführung hatte die Kommissarin angezeigt, da sie den Geschlechtswechsel nur aus Karrieregründen vollzogen haben soll. Zudem wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet und ein Beförderungsstopp verhängt. Derzeit ist unklar, ob diese Maßnahmen zurückgenommen werden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Geschlechterwechsel“. Lesen Sie jetzt „Betrugsverfahren gegen Kommissarin eingestellt“. Im Fall eines Polizisten, der wegen der Änderung seines Geschlechtseintrags unter Betrugsverdacht geraten war, hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. "Das Verfahren wurde mangels Strafbarkeit eingestellt", teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet. Der Düsseldorfer Kommissar hatte im vergangenen Mai beim Standesamt einen Geschlechterwechsel vom Mann zur Frau eintragen lassen. Daraufhin zeigte die Behördenleitung der Polizei die Beamtin wegen Betrugs an: Sie habe den Geschlechtswechsel lediglich aus Karrieregründen vollzogen, um bei Beförderungen einen Vorteil gegenüber männlichen Konkurrenten zu ergattern. Zudem leitete die Polizeiführung ein Disziplinarverfahren gegen die Kommissarin ein und verhängte einen Beförderungsstopp. Ob diese Maßnahmen nun zurückgenommen werden, konnte ein Polizeisprecher auf Anfrage zunächst nicht sagen. © dpa-infocom, dpa:260108-930-514049/1