Justiz: Nach Brandanschlag: Anklage wegen Mordversuchs

Datum08.01.2026 11:00

Quellewww.zeit.de

TLDRNach einem Brandanschlag auf ein Frankfurter Café hat die Staatsanwaltschaft gegen einen 15-Jährigen Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Der Jugendliche wird beschuldigt, eine Kugelbombe und Brandbeschleuniger geworfen zu haben, wodurch das Lokal in Flammen aufging. Der Wirt konnte sich und Gäste retten. Die Tat könnte im Rahmen von "crime-as-a-service" begangen worden sein, da der Angeklagte aus den Niederlanden für die Ausführung angeworben wurde. Die Anklage wurde an die Jugendkammer des Landgerichts Frankfurt übergeben.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Justiz“. Lesen Sie jetzt „Nach Brandanschlag: Anklage wegen Mordversuchs“. Nach dem Brandanschlag auf ein Frankfurter Café im vergangenen Sommer hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 15-Jährigen wegen versuchten Mordes erhoben. Der Jugendliche steht unter Verdacht, Anfang August eine Kugelbombe und mehrere Liter Brandbeschleuniger in das Lokal geworfen zu haben, wie Oberstaatsanwalt Dominik Mies mitteilte. Dort sei der Sprengsatz detoniert und habe den Raum in Vollbrand gesetzt. Durch sein beherztes Eingreifen habe der Wirt sich und vier Gäste weitgehend unversehrt ins Freie bringen können.  Es handele sich nach vorläufiger Einschätzung um eine Tat aus dem Spektrum "crime-as-a-service" ("Kriminalität als Dienstleistung"), erläuterte Mies. Demnach wurde der niederländische Angeklagte für die mutmaßliche Auftragstat in seinem Heimatland angeworben. "Er soll für die Tat aus den Niederlanden ins Rhein-Main-Gebiet verbracht und bei der konkreten Tatausführung gezielt angeleitet worden sein", ergänzte der Staatsanwalt. Der 15-Jährige war kurz nach dem Anschlag gefasst worden. Die Anklage wurde zur Jugendkammer des Landgerichts Frankfurt erhoben. © dpa-infocom, dpa:260108-930-513575/1