Spritpreise: Schwaben tankten 2025 billiger als der Südosten

Datum08.01.2026 10:19

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Jahr 2025 mussten die Bürger in Südostbayern für Superbenzin durchschnittlich 1,78 bis 1,79 Euro zahlen, was diese Region zu einer der teuersten in Deutschland machte. Im Vergleich kostete es in Schwaben und Teilen der Oberpfalz nur 1,72 bis 1,73 Euro. Trotz der Nähe zu Österreich, wo Benzin günstiger ist, blieben die Preise hoch. Das Bundeskartellamt betont, dass es auch innerhalb teurer und günstiger Tankstellen gibt und rät, auf Preisschwankungen zu achten, da diese mehrfach täglich stattfinden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Spritpreise“. Lesen Sie jetzt „Schwaben tankten 2025 billiger als der Südosten“. Die Menschen in Südostbayern haben vergangenes Jahr an der Tankstelle besonders tief in die Tasche greifen müssen. Im Bereich der mit 83 beginnenden Postleitzahlen - das ist grob der Bereich von Bad Tölz bis Berchtesgaden - kostete Superbenzin der Sorte E5 im Schnitt zwischen 1,78 und 1,79 Euro, wie das Bundeskartellamt mitteilt. Damit war diese Postleitzahlenregion eine der beiden teuersten in Deutschland. Deutlich billiger war es in weiten Teilen Schwabens sowie Teilen der Oberpfalz und Oberfrankens. In den mit 87, 86, 93 und 95 beginnenden Postleitzahlgebieten wurden nur 1,72 bis 1,73 Euro pro Liter fällig. Das sind die Regionen um Kempten, Augsburg, Regensburg und Bayreuth. Noch billiger war es im Berliner Norden, wo im Jahresschnitt zwischen 1,70 und 1,71 Euro pro Liter fällig wurden. Dass die Region im Südosten zu den teuersten gehört, überrascht - schließlich grenzt sie an Österreich, wo Benzin deutlich billiger ist. Die Konkurrenz jenseits der Grenze scheint die Preise aber nicht nachhaltig zu drücken. Insgesamt zeigt sich in Bayern ein gemischtes Bild. Weite Teile liegen aber unter oder in etwa auf dem bundesweiten Durchschnitt. Teuer waren neben dem Südosten auch das westliche Oberbayern sowie Teile Mittelfrankens und der Oberpfalz. Bundesweit betrachtet sind die Preise im Westen Deutschlands aber eher niedriger - mit Ausnahmen unter anderem im äußersten Südwesten, rund um Trier, im Frankfurter Raum und westlich von Köln. In weiten Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens und Brandenburgs tankte es sich dagegen teuer. Das Bundeskartellamt weist allerdings darauf hin, dass es sich lediglich um Durchschnittswerte handelt. Auch in teuren Regionen könne es günstige Tankstellen geben, und umgekehrt teure in billigen Regionen. Wer weiter sparen will, sollte zudem auch auf die Preisschwankungen im Tagesverlauf achten. Laut Kartellamt änderten Tankstellen im Schnitt 22 Mal pro Tag ihre Preise - das ist ein neuer Höchstwert. Laut ADAC tankt es sich dabei am Abend sehr viel günstiger als am Morgen. © dpa-infocom, dpa:260108-930-513344/1